St. Paulis Mannschaftsfoto nach dem Sieg in Nürnberg
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St. Paulis Sieges-Serie: Der Mix macht’s: Vom Kabinen-DJ bis zum Kassenwart

Auch in den quälend langen Wochen und Monaten der Minus-Erlebnisse hatte er stets Optimismus verbreitet. Zwar gesteht Timo Schultz, dass man „in schlechten Phasen nach Strohhalmen sucht“, doch der Glaube an eine Trendwende kam dem Coach des FC St. Pauli nie abhanden. Zurecht, wie man heute weiß.

„Die Liga ist nun mal so eng zusammen, schon immer gewesen“, sagte er. „Und wenn man es als Mannschaft schafft, sich Erfolgserlebnisse zu holen und zu bestätigen, dann weiß man schon – wenn man das Gespür für die Gruppe hat -, dass dann das Selbstvertrauen steigt.“ Dass man dann eben auch die engen Spiele nicht unentschieden spielt, sondern gewinnt.

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Wie die Kiezkicker in fünf der letzten sechs Partien. „Aber“, schränkt der 43-Jährige ein, „wir sind noch nicht so stabil, dass wir das 90 Minuten runterspielen. Davon würde ich reden, wenn wir in Nürnberg das dritte Tor machen und uns ab der 70. Minute zurücklehnen können.“.

Timo Schultz über den Umgang mit den Reservisten

Es hat sich eine Startelf herauskristallisiert, auch auf Kosten von Spielern, die – ohne vorher enttäuscht zu haben – plötzlich draußen sitzen, beispielsweise Rico Benatelli oder Daniel Buballa. Die zweite Reihe trotzdem mitzunehmen, „fällt im Erfolgsfall immer leichter, dann sind auch diese Jungs eher positiv drauf“, erklärte Schultz, ergänzte aber auch: „Für sie persönlich ist es keine befriedigende Situation, das weiß ich, das kenne ich aus meiner eigenen Zeit.“

St. Pauli hat die Qual der Wahl

Es gelte, „mit den Jungs gut zu kommunizieren, sie bei der Stange zu halten. Am Ende brauchen wir jeden, es wird jeder seine Einsatzzeit kriegen“. Und es sei gut zu wissen, „dass wir zig Spieler hinten dran haben, die sofort in die Bresche springen und die Mannschaft nochmal auf ein Niveau hieven können“.

Gute Arbeitsatmosphäre dank St. Paulis Routiniers

Dabei sei „die Mischung, die wir auf und neben dem Platz haben, einfach gut. Auf der einen Seite gebe es eine sehr gute Arbeitsatmosphäre, vor allem durch die disziplinierten und älteren Spieler. „Auf der anderen Seite hast du auch viele Junge dabei, die die Sache vielleicht ein Stück weit lockerer nehmen und noch mal ein anderes Flair reinbringen.“

Jeder eine Rolle bei St. Pauli, aber alle in der Verantwortung

Das sollte seiner Meinung nach eine Mannschaft aber auch immer auszeichnen, „dass jeder auf seine Art und Weise seine Rolle findet und innerhalb dieser Rolle auch Verantwortung übernimmt. Das geht los beim Kabinen-DJ über den Spaßvogel bis hin zum Kassenwart“.

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