Kämpfertyp mit Torriecher: St. Pauli-Stürmer Dimitrios Diamantakos
  • Kämpfertyp mit Torriecher: St. Pauli-Stürmer Dimitrios Diamantakos
  • Foto: imago images/Claus Bergmann

St. Pauli-Stürmer: Sofortiger Wechsel, neuer Vertrag? Diamantakos offen für alles

Die letzten Wochen sind nicht gut gelaufen für Dimitrios Diamantakos. Aus dem Top-Torjäger, Derby-Knipser und Stürmer Nummer eins des FC St. Pauli ist Angreifer Nummer drei geworden. Eine Verletzung hat den ehrgeizigen Griechen zurückgeworfen. Die Konkurrenz hat ihn überholt. Schlägt der Kämpfertyp zurück – oder sucht er woanders sein Glück? Und wenn, wann?

Alles scheint möglich in diesen ersten Tagen des neuen Jahres. Noch immer führt der 26-Jährige mit sechs Treffern die teaminterne Torschützenliste an. Doch seit seinem Muskelfaserriss Mitte November hat Diamantakos kein Spiel mehr bestritten.

„Ich bin hundert Prozent fit!“, verkündet er im Gespräch mit der MOPO. Nur die Nase läuft. Eine Erkältung. Nervig, aber nicht weiter schlimm, versichert der Angreifer.

FC St. Pauli: Heißer Konkurrenzkampf im Sturm

Seine Sturm-Konkurrenten haben die letzten Wochen genutzt. Henk Veerman kam nach seiner langen Pause in Folge eines Kreuzbandrisses richtig in Schwung, trumpfte zuletzt mit zwei Toren gegen Arminia Bielefeld auf (3:0) und hat vier Buden auf dem Konto.

Die schwedische Leihgabe Viktor Gyökeres, der überwiegend auf der linken Seite stürmte, spielte ebenfalls zuletzt immer stärker auf und hat schon fünf Tore erzielt. Und: Gyökeres und Veerman harmonieren sehr gut.

Henk Veerman und Viktor Gyökeres haben derzeit die Nase vorn

Sieht sich Diamantakos ist der Rolle des Herausforderers?

„Ich denke, alle starten von Null“, sagt er zum Konkurrenzkampf im Sturm, bei dem Borys Tashchy der Vierte im Bunde ist.

Es wurmt Diamantakos, dass ihn sein eigener Körper gestoppt hat. „Ohne die Verletzung wäre es besser gelaufen“, ist er überzeugt.

Dimitrios Diamantakos: Fehler im Umgang mit Verletzungen

Selbstkritisch gibt er zu, dass er im Umgang mit Verletzungen oder muskulären Problemen, die bei ihm häufiger auftreten, nicht gut umgegangen sei. „Wenn ich Schmerzen habe, sage ich gar nichts. Das ist mein Fehler“, räumt er freimütig ein. Das liege daran, dass er immer unbedingt spielen wolle. „Ich muss das vorher sagen, sonst kommt eine große Verletzung. Das muss sich ändern.“ Er müsse es künftig „besser erklären“, wenn er angeschlagen sei.

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Im Sommer läuft sein Vertrag aus. Auf die Frage, was danach passiere, kommt Diamantakos überraschend von sich aus auf die Transferperiode im Winter zu sprechen, die noch rund einen Monat andauere, sagt dann: „Mein Vertrag läuft noch sechs Monate und ich denke, ich bleibe auch mindestens bis Ende der Saison und dann schauen wir weiter.“

Diamantakos schließt vorzeitigen Wechsel nicht aus

Auf die Nachfrage, ob ein vorzeitiger Wechsel eine Option sei, entgegnet er: „Wenn ein Angebot kommt, das gut für den Verein und mich ist, dann wird man sich vielleicht damit beschäftigen, aber ich bin Spieler von St. Pauli und spreche wenn, dann erst mit dem Verein.“

Damit hält sich Diamantakos alle Möglichkeiten offen. Und er wirkt auch offen für alles und wiegelt bei dem Thema nicht ab. Warum sollte er auch?

Und auch für St. Pauli könnte ein Transfer bei einer bestimmten Ablösesumme durchaus Sinn machen, da Diamantakos bei einem Abschied im Sommer ablösefrei wäre, sollte er wegwollen oder der Verein nicht mehr mit ihm planen.

Das sagt St. Pauli Sportchef Bornemann zu Diamantakos

St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann schätzt die Situation im Sturm im Allgemeinen und von Diamantakos im Speziellen wie folgt ein: „Henk und Viktor haben zuletzt überzeugt und eine gute Quote vorzuweisen. Diamantakos ist nach der Verletzung vielleicht ein Stück weit in der Rolle des Herausforderers.“

Mit dem Griechen sei man bezüglich der Zukunftsplanung im Austausch. „Natürlich machen wir uns schon Gedanken über die kommende Saison und haben bereits erste Gespräche geführt“, erklärt St. Paulis Chef-Planer.

Absichtserklärungen gibt es von Bornemann nicht zu hören. „Wir müssen die nächsten Wochen abwarten, wie es sich sportlich entwickelt.“

Alles ist möglich: Abschied im Sommer, neuer Vertrag, sofortiger Wechsel. Jeder Trainingstag und besonders das Trainingslager in Valencia zählt.

Sein Wünsche für das neue Jahr fasst der Stürmer knackig zusammen: „Keine Verletzung, jedes Spiel spielen, Tore schießen.“

 

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