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Alexander Zverev jubelt nach einem Punktgewinn
  • Alexander Zverev geht mit Außenseiterchancen in das ATP- Turnier in Turin.
  • Foto: IMAGO / IP3press

Zverev legt gegen Alcaraz los: Hier laufen die ATP Finals im TV

Alexander Zverev ist zurück bei den ATP Finals, im Konzert der Großen derzeit aber eine kleine Nummer. Dennoch hat der Olympiasieger große Ziele.

Zverev nahm klaglos die ihm zugedachte Nebenrolle an. Ganz am Rand auf der pompösen Schautreppe im Palazzo Reale von Turin platzierte der Fotograf des offiziellen PR-Bildes der ATP Finals den auffällig unauffällig gekleideten Tennisstar. Zverev stand in weißem Shirt zu schwarzem Jacket da, wo ein Weltranglistenachter beim Turnier der besten acht eben steht. Nebendran und nur dabei – für den Olympiasieger ist das aber schon wieder ein Riesenerfolg.

„Ich bin 2023 unter den besten acht, darauf kann ich stolz sein“, sagte Zverev vor seinem Auftaktspiel am Montag (14.30 Uhr) gegen den Spanier Carlos Alcaraz der Bild am Sonntag. Und überhaupt sei es „eine Ehre, dabei zu sein, ich sehe es nicht als selbstverständlich an.“

Zverev geht als Außenseiter in das Turnier

Das war einmal anders: Vor der Zäsur in Form seiner schweren Verletzung im French-Open-Halbfinale 2022 gegen Rafael Nadal war er nicht nur Stammgast beim Abschlussball der ATP-Elite. Zweimal – 2018 in London und 2021 bereits in Turin – gewann Zverev die Finals auch. Das Turnier liegt ihm: Schneller Hartplatz in der Halle ohne äußere (Wind-)Einflüsse, nur zwei Gewinnsätze.

Und deshalb startet Zverev nicht ohne Ansprüche: „Na, gewinnen will ich trotzdem. Aber man muss realistisch sein. Nach sieben Monaten Verletzung bin ich wieder da, habe aber kein Grand-Slam-Turnier gewonnen und auch kein Masters.“

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Alles andere als Zurückhaltung, das weiß der 26-Jährige, wäre vermessen, ist er doch schon in seiner Vorrundengruppe nur Außenseiter: Neben Wimbledonsieger Alcaraz (Nr. 2 der Welt) warten US-Open-Finalist Daniil Medvedev (Nr. 3) und Vorjahres-Halbfinalist Andrey Rublev (Nr. 5) – zwei Siege sind in der Regel nötig, um das Semifinale zu erreichen.

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Verstecken muss er sich aber nicht: Zverev hat es völlig zurecht und aus eigener Kraft ohne verletzungsbedingte Absagen ins Turin-Feld geschafft, 2023 die siebtmeisten Punkte aller Profis gesammelt. In einem Jahr, in dem sich Höhen (Halbfinale French Open, Turniersiege Hamburg und Chengdu) und Tiefen (Drittrunden-Aus Wimbledon, nur bei einem Masters das Achtelfinale überstanden) abwechselten.

Olympia ist Zverevs großer Traum

Dass er dennoch allein seit Mai von ATP-Platz 27 („da war ich in Gedanken nicht annähernd in Turin“) auf acht kletterte, lässt den einstigen Weltranglistenzweiten hoffen. Auf die nächste Saison. Und noch einige weitere Spielzeiten – Zverev ist immerhin zehn Jahre jünger als Branchenführer und Turin-Favorit Novak Djokovic.

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2024 will Zverev also wieder richtig angreifen. Doch nicht der noch fehlende Grand-Slam-Sieg treibt ihn um, nicht das alte Ziel weltweite Nummer eins. Sondern die Sommerspiele in Paris: „Olympia ist das Größte, was in einer Sport-Karriere passieren kann.“ Zverev will nach Tokio 2021 eine zweite Goldmedaille. Und vor allem möchte er zu gerne deutscher Fahnenträger sein, was ein „unfassbarer Traum“ für ihn sei.

ATP-Finale nur im Pay–TV

Die ATP-Finals der acht besten Tennisprofis sind auch in diesem Jahr live nur beim Bezahlsender Sky zu sehen. Der Pay-TV-Anbieter überträgt von Sonntag an täglich bis zum Finaltag am 19. November aus Turin. Als Experte ist Ex-Profi Patrik Kühnen dabei.

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