Joshiko Saibou spielt wieder für Deutschland
  • Skandal-Profi Joshiko Saibou wurde trotz vieler Proteste in den Nationalkader berufen.
  • Foto: imago/kolbert-press

Corona-Leugner? Proteste gegen deutschen Nationalspieler

Mit NBA-Star Dennis Schröder, Justus Hollatz von den Hamburg Towers und Skandal-Profi Joshiko Saibou startet die Basketball-Nationalmannschaft in die Vorbereitung auf die Olympia-Qualifikation (29. Juni bis 4. Juli). Vor allem die Nominierung von Saibou sorgte für viel Wirbel

Bundestrainer Henrik Rödl nominierte am Freitag sein 16-köpfiges Aufgebot für den Supercup in Hamburg (18. bis 20. Juni) sowie die Generalprobe gegen Senegal in Heidelberg (24. Juni). Die Nationalmannschaft spielt in Split/Kroatien um das Ticket für die Sommerspiele. Nur der Gewinner des Turniers qualifiziert sich.

NBA-Star Maximilian Kleber sagt Nationalspiele ab

Dagegen sagte Maximilian Kleber von den Dallas Mavericks ab. „Nach der Bubble und einer langen Saison mit mehreren kleinen Blessuren und meinen Achillessehnen-Problemen in den letzten sechs Wochen brauche ich Zeit für mentale, aber vor allem für körperliche Erholung“, sagte der Würzburger.

Joshiko Saibou, von dem sich die Telekom Baskets Bonn nach der Teilnahme an einer Demo gegen die Corona-Verordnungen getrennt hatten, ist dagegen wieder dabei. Die Nominierung hatte zu zahlreichen Protesten geführt.

Nominierung von Joshiko Saibou sorgt für zahlreiche Proteste

Am Abend reagierte der Deutsche Basketball Bund (DBB). „Joshiko ist kein Corona-Leugner. Es ist bereits vorab mit ihm gesprochen worden, und es ist klar, dass Joshiko zu 100 Prozent zu den Werten der Nationalmannschaft steht“, twitterte der Verband. Mit Joshiko Saibou sei vereinbart, dass intensive Gespräche geführt werden, sobald er am kommenden Mittwoch zur Mannschaft stoße, so der DBB.

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„Bevor er wieder für Deutschland spielen kann, wird es ein persönliches Gespräch mit mir und unserem Sportdirektor Felix Leuer geben. Nur, wenn sich Joshiko klar von einigen Dingen, die er in der Vergangenheit geäußert hat, distanziert – dem DBB und den Teamkollegen gegenüber – hat er eine Chance wieder zu spielen“, erklärte DBB-Vizepräsident Armin Andres auf Nachfrage von „ntv.de“.

DBB: Joshiko Saibou sorgte mit Corona-Kritik für Aufsehen

Saibou hatte im vergangenen Jahr gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert, unter anderem Mund-Nasen-Masken als „Maulkorb“ bezeichnet. Vor allem mit seiner mit seiner Lebensgefährten Alexandra Wester sorgte Saibou vergangenes Jahr in den sozialen Netzwerken mit fragwürdigen Aussagen zu der Corona-Pandemie für viele Unruhen.

Auch aus den eigenen Spielerkreisen wurde die Nominierung harsch kritisiert. „Jetzt wird alles langsam sehr sehr fragwürdig, was da beim DBB passiert!“, schrieb Bastian Doreth, Kapitän des Bundesligisten Medi Bayreuth, 90-facher Nationalspieler. Ex-Profi Tim Ohlbrecht bezeichnete den Verband sogar als „Lachnummer“.

Das Aufgebot in der Übersicht: Danilo Barthel (Fenerbahce Istanbul/Türkei), Robin Benzing (Casademont Saragossa/Spanien), Isaac Bonga (Washington Wizards), Niels Giffey, Maodo Lo, Johannes Thiemann (alle Alba Berlin), Philipp Herkenhoff (Rasta Vechta), Justus Hollatz (Hamburg Towers), Leon Kratzer (Telekom Baskets Bonn), Andreas Obst (ratiopharm Ulm), Joshiko Saibou (Champagne Basket Reims/Frankreich), Dennis Schröder (Los Angeles Lakers), Johannes Voigtmann (ZSKA Moskau), Moritz Wagner (Orlando Magic), Lukas Wank (Löwen Braunschweig), Jan-Niklas Wimberg (Niners Chemnitz) (mp/sid)

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