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Maxi Kleber und Dennis Schröder im Spiel der deutschen Basketball-Nationalmannschaft.
  • Maxi Kleber hält es nach den Aussagen von Dennis Schröder für das Beste, wenn er nicht bei der WM dabei ist.
  • Foto: IMAGO / Camera 4

Zoff der deutschen NBA-Stars eskaliert: Kleber sagt WM nach Schröder-Schelte ab

Diese Worte haben gesessen. Maximilian Kleber hat nach der öffentlichen Kritik von Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder weitreichende Konsequenzen gezogen und seine Teilnahme an der Basketball-WM abgesagt. Der Knatsch zwischen den beiden NBA-Profis kommt für den Deutschen Basketball Bund (DBB) rund zwei Wochen vor dem Start der Vorbereitung zur Unzeit.

„Die jüngsten unglücklichen und unangebrachten öffentlichen Äußerungen über mich haben jedoch zu 100 Prozent deutlich gemacht, dass ich im Nationalteam nicht uneingeschränkt willkommen bin“, sagte Kleber dem Fachmagazin BIG. Schröder hatte am Wochenende im Podcast „Got Nexxt“ kritisiert, dass Kleber im Vorjahr bei der Heim-EM fehlte, weil er angeblich an seinem „Game“ arbeiten wollte. Der Forward habe sich nicht wie vom DBB verlangt engagiert und dürfe niemandem den Platz wegnehmen. Später warf Schröder den Medien vor, „Sachen zu verdrehen“, seine Aussagen seien „nicht böse gemeint“ gewesen.

Kleber will „die gute Chemie“ nicht zerstören

Kleber aber sah das offensichtlich komplett anders. Es sei nicht sein Ziel, „die gute Chemie im Team des letzten Sommers zu zerstören“, sagte der 31-Jährige von den Dallas Mavericks – und zog Konsequenzen: „Deshalb habe ich beschlossen, dass es für alle Beteiligten das Beste ist, wenn ich nicht spiele.“

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Bundestrainer Gordon Herbert hatte Kleber in seinen 18er-Kader für die am 31. Juli beginnende WM-Vorbereitung nominiert. Dieser wird vor dem Turnier in Japan, Indonesien und auf den Philippinen (25. August bis 10. September) noch auf zwölf Spieler reduziert. Schröder wird das DBB-Team als Kapitän aufs Parkett führen.

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Mit seiner Kritik erwies der Point Guard, der jüngst zu den Toronto Raptors gewechselt war, seinem Team allerdings einen Bärendienst. Bei der Heim-EM im vergangenen Jahr hatte Schröder seine Mitspieler noch mitgerissen und zu Bronze geführt, nun stellte er einen Kollegen öffentlich an den Pranger – das dürfte auch bei den anderen nicht gut angekommen sein.Im Vorjahr hatte der Teamgeist Deutschland noch getragen, nun sorgt ausgerechnet der Kapitän kurz vor dem wichtigen Turnier für einen Stimmungsdämpfer – und das auf Kosten der Mannschaft. Und von Maximilian Kleber.

Nach Angaben des DBB hat eine Aussprache zwischen den beiden NBA-Profis gegeben. Dabei sei „intern alles geklärt worden“, hieß es am Mittwoch in einer Stellungnahme des Verbandes – dennoch entschied sich Kleber für die Absage seiner WM-Teilnahme. 

Bundestrainer Gordon Herbert und DBB-Vizepräsident Armin Andres haben laut DBB nach dem Vorfall mit beiden Spielern gesprochen, auch Co-Kapitän Johannes Voigtmann. „Letztlich hat sich Maximilian Kleber so entschieden, wie er es in seinem Statement zum Ausdruck gebracht hat. Dem ist nichts hinzuzufügen“, hieß es. (sid/mg)

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