Dennis Schröder steigt zum Korb.
  • Die deutschen Basketballer um Dennis Schröder haben bei der Heim-EM den zweiten Sieg im zweiten Spiel eingefahren.
  • Foto: imago/Camera4

„Es macht mega Bock“: Basketballer nach zweitem EM-Sieg aus dem Häuschen

Dank einer beeindruckenden Leistungssteigerung nach der Pause haben die deutschen Basketballer bei der EM auch ihr zweites Spiel gewonnen. Zwei Tage nach dem überraschenden Erfolg gegen den Olympia-Zweiten Frankreich siegte das Team um Kapitän Dennis Schröder am Samstag in Köln gegen Bosnien-Herzegowina mit 92:82 (42:47) und machte damit einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale. Beste Werfer in der deutschen Mannschaft waren Spielmacher Schröder und Franz Wagner mit jeweils 18 Punkten. Auch Schlüsselspieler Johannes Voigtmann (zehn) agierte wieder stark. Bei den Bosniern, die zum Auftakt gegen Ungarn gewonnen hatten, überzeugten vor 18.000 Zuschauern in der voll besetzten Lanxess Arena NBA-Center Jusuf Nurkic mit 21 Zählern und Dzanan Musa (30).

„Es ist geil. Es macht schon mega Bock, hier zu spielen. Die Fans sind unglaublich“, sagte der erneut wertvolle Johannes Thiemann nach dem Erfolg bei Magentasport. Schwach zu starten, könne mal passieren. „Umso wichtiger ist es, so zurückzukommen und so in der zweiten Halbzeit zu spielen.“ Auch Anführer Schröder war mit der Reaktion zufrieden. „Nach der Pause sind wir mit der richtigen Mentalität rausgekommen. Wir waren diejenigen, die Attacke gemacht haben.“ Am Sonntag (14.30 Uhr/Magentasport) geht es für Deutschland bereits weiter. Dann ist Mitfavorit Litauen in Köln der Gegner.

Deutsche Basketballer starten schwach in die Partie

Herbert hatte seine Startformation auf einer Position verändert. NBA-Profi Daniel Theis rückte in die erste Fünf. Doch wie schon gegen Frankreich erwischte die deutsche Mannschaft einen schwachen Start und agierte anfangs nervös. Vor allem offensiv trafen Schröder und Co. häufig falsche Entscheidungen und mussten so viele schwere Würfe nehmen. Der vereinslose NBA-Profi Schröder kam im ersten Viertel zwar auf sechs Punkte, richtig Konturen konnte er dem deutschen Spiel aber nicht geben.

Lo und Thiemann sorgen für wichtige Punkte des DBB-Teams

Wie schon im Auftaktspiel waren es dann die Akteure von der Bank, die den Gastgeber im Spiel hielten. Maodo Lo und Thiemann machten wichtige Punkte, nach zehn Minuten lag Deutschland so trotz einer durchwachsenen Leistung lediglich mit zwei Punkten zurück (18:20).

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Sicherheit ins deutsche Spiel kam aber auch im zweiten Viertel nicht. Durch drei leichte deutsche Ballverluste kamen die Bosnier zu einfachen Punkten, so dass der Rückstand wieder auf neun Punkte anwuchs. Zwar kämpfte sich das deutsche Team immer wieder heran, begeisterte mit einem spektakulären Dunk von Theis auf Zuspiel von Schröder, aber wirklich in Schwung kam die Herbert-Auswahl nie.

Jusuf Nurkic stellt deutsche Mannschaft vor Probleme

Sieben Ballverluste in der ersten Halbzeit hemmten den Spielfluss der deutschen Mannschaft, die zur Pause verdient und folgerichtig hinten lag. Vor allem NBA-Center Nurkic von den Portland Trail Blazers bekam Deutschland lange nicht in den Griff, zur Pause hatte der Star des bosnischen Teams bereits 17 Punkte auf seinem Konto. Das einzig Positive aus deutscher Sicht zur Halbzeit: Der Rückstand betrug nur fünf Zähler. „Wir haben einfache Freiwürfe hergegeben und hatten einige Ballverluste. Wir müssen es in der Verteidigung besser machen“, sagte Andreas Obst zur Pause.

Wagner und Voigtmann mit Foul-Problemen

Und das tat die deutsche Mannschaft. Schröder und Co. kamen mit einer ganz anderen Energie aus der Kabine und brachten so die ausverkaufte Halle hinter sich. Mit einem 12:0-Lauf drehte die deutsche Mannschaft die Partie und ging erstmals überhaupt in Führung. Bis auf zehn Punkte setzte sich Deutschland ab, doch dann mussten in Wagner und Voigtmann zwei wichtige Spieler mit vier Fouls auf die Bank.


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Deutschland überstand aber auch diese hektische Phase und ging mit einer Zwölf-Punkte-Führung in das letzte Viertel. Dort traf Obst einige wichtige Dreier und sorgte für ein komfortables Polster. Zudem glänzte Ersatz-Center Jonas Wohlfarth-Bottermann von den Veolia Towers Hamburg mit einem spektakulären Block und seinen ersten Punkten in diesem Turnier. (dpa/tw)

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