Enttäuschte THW Kiel Spieler
  • Lange Gesichter bei den THW-Spielern nach der deutlichen Niederlage gegen Nantes.
  • Foto: imago/PanoramiC

Nach „Desaster”: Trainer des THW Kiel entschuldigt sich bei Fans

Der Klub selbst schrieb auf seiner Homepage von einem „Desaster in der Königsklasse“, der Trainer bat öffentlich um Entschuldigung. „Das war nicht THW-Kiel-like und wir müssen dringend darüber reden“, sagte Filip Jicha nach der 30:38-Abfuhr für den THW Kiel beim HBC Nantes.

Es war weniger der ernüchternde Fakt der dritten Niederlage im fünften Spiel dieser Champions-League-Saison, der die Kieler bis ins Mark traf. Es war viel mehr die Art und Weise, wie sich der Handball-Rekordmeister in der Bretagne präsentierte.


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„Ich möchte unsere Fans in Deutschland um Entschuldigung bitten“, sagte Jicha: „Wir haben vielleicht zwölf Minuten so gespielt, wie man es hier tun muss. Dann war es von unserer Seite ein Desaster, das durch nichts zu entschuldigen ist.“

Auch die THW-Stars nahmen in ihrer schonungslosen Analyse kein Blatt vor den Mund. Rückraumspieler Harald Reinkind, ein Kerl wie ein Schrank, meinte: „Wir haben uns heute hier wie kleine Jungen präsentiert und hätten auch noch höher verlieren können.“ Man sei „maximal enttäuscht – von uns selbst“.

Kieler Leistung bricht in Halbzeit zwei ein

Tatsächlich schien es so, als mutierten die Kieler Riesen beim französischen Tabellenführer zwischenzeitlich zu Handball-Zwergen. 10:10 hieß es nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, ehe Nantes zwischenzeitlich bis auf 13 (!) Tore (35:22) davonzog.

„Das, was in der zweiten Halbzeit passiert ist, war unglaublich enttäuschend“, sagte THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi nach der dritten Niederlage im dritten Auswärtsspiel. Man müsse die Geschehnisse „sehr, sehr genau aufarbeiten“.

Das Kieler Weiterkommen dürfte angesichts des Ausrutscher verzeihenden Modus, in dem von je acht Teams in den beiden Vorrundengruppen lediglich je zwei ausscheiden, nicht in Gefahr geraten – doch 4:6 Punkte und aktuell Platz fünf entsprechen ganz und gar nicht den Ansprüchen beim deutschen Vorzeigeklub.

SC Magdeburg setzt Ausrufezeichen gegen Veszprem

Besser lief es beim SC Magdeburg. Nur vier Tage nach dem kräftezehrenden Triumph bei der Klub-WM in Saudi-Arabien erkämpfte sich der deutsche Meister beim bislang verlustpunktfreien ungarischen Spitzenklub Telekom Veszprem ein 35:35 und steht mit 7:3 Punkten glänzend da.

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Der langjährige Nationaltorhüter und frühere Magdeburger Johannes Bitter sprach nach der spektakulären Partie bei DAZN von einem der besten Spiele der bisherigen Handball-Saison – ein Auftritt, von dem die Kieler am Donnerstagabend weit entfernt waren. (sid/dhe)

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