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Das deutsche Triathlon-Team feiert den Gold-Triumph.
  • Bierdusche: Das deutsche Triathlon-Team feiert den Gold-Triumph.
  • Foto: WITTERS

Mitten im Interview! Schrecksekunde nach Gold-Triumph im Triathlon

Es war die Kirsche auf der Sahne auf der Torte. Mit einer vierfachen Klassevorstellung sind Deutschlands Triathlon-Asse in Hamburg zum Weltmeistertitel gestürmt und haben auf dem Rathausmarkt einen Jubelorkan entfacht. Das Gold in der Mixed-Sprint-Staffel am Sonntag war der Höhepunkt des viertägigen Ausdauer-Events – und zugleich ein Ausrufezeichen ein Jahr vor den Olympischen Sommerspielen in Paris. Richtig schmerzhaft wurde es für die deutsche Vorzeige-Athletin Laura Lindemann nach dem Triumph.

Die Konkurrenz hatte keinen Stich gegen die vierte und letzte Starterin des deutschen Quartetts gesehen – eine Wespe dagegen schon. Mitten in einem Interview nach der Siegerehrung zuckte Lindemann plötzlich zusammen, hörte mitten im Satz auf und schaute erschrocken auf ihre Hand. Wespenstich. Nach kurzer Behandlung mit Salbe war die 27-Jährige wieder voll da.

Triathlon: Wespe sticht Laura Lindemann während Interview

„Es war mega-schön, mit dem Team so einen Erfolg nach Hause laufen zu dürfen, vor so einem tollen Publikum“, schwärmte Lindemann, die am Samstag im Einzel der „World Triathlon Sprint & Relay Championships Hamburg“ die Bronzemedaille gewonnen hatte. „Ich wurde getragen. Es war richtig cool.“

Der Zieleinlauf auf dem Rathausmarkt vor vollen Tribünen – ein einziger Triumph. Unter tosendem Jubel Tausender Zuschauender schnappte sich Lindemann, die nach einer überragenden Leistung im Wasser (300 Meter), auf dem Rad (sieben Kilometer) und auf der Laufstrecke (1,6 Kilometer) einen großen Vorsprung hatte, rund hundert Meter vor dem Zielstrich eine Deutschland-Fahne eines Fans und konnte den Endspurt jubelnd und in vollen Zügen genießen.

Stimmung bei Hamburg-Triathlon: Hellwig fand sie „mega“, Henseleit einfach nur „geil“

Auch ihre Team-Mitglieder waren hin und weg von der Stimmung. „Die Menge rastet so krass aus“, schwärmte Annika Koch, Tim Hellwig (im Einzel als Achter der bestplatzierte Deutsche) nannte den Heim-Vorteil „mega“ und Simon Henseleit fand es einfach nur „geil, vor einer solchen Kulisse einen Erfolg zu feiern“.

Nach insgesamt 1:22:08 Stunden verwies das deutsche Quartett Neuseeland (1:22:27) und die Schweiz (1:22:35) auf die Plätze. Die starke Staffel Frankreichs hatte auf einen Start verzichtet, konzentriert sich voll auf das Olympia-Testevent in Paris am 17./18. August.

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Für den deutschen Triathlon war es ein historischer Erfolg. Zehn Jahre nach dem letzten WM-Gold wurde wieder ein deutscher Weltmeisterschaftstitel gefeiert – wieder in der Mixed-Staffel, wieder in Hamburg! 2013 hatten zum deutschen Sieger-Quartett die spätere Ironman-Legende Jan Frodeno gehört.

„Das ist ein Wochenende, an das man sich lange erinnern wird“, sagte Koch, im Einzel sehr gute Vierte. Hellwig betonte, dass „jeder von uns maximale Leistung abgerufen hat“. Ein Erfolg aller. „Wir sind ein super-starkes Team und haben gezeigt, dass wir in die Weltspitze gehören“, meinte Lindemann, die herausragte.

Staffel-Triumph sichert Deutschland insgesamt vier Olympia-Startplätze

Die Zugabe: Durch den Staffel-Triumph hat Deutschland schon je zwei Startplätze bei den Frauen und Männern für Olympia 2024 sicher. Maximal sind je drei möglich.

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Ziel bei Olympia sei ganz klar eine Staffel-Medaille, stellte Chef-Bundestrainer Thomas Moeller klar. Die Ambition wurde in Hamburg eindrucksvoll untermauert. Und auch beim Nachwuchs läuft es. Für das zweite deutsche WM-Gold hatte am Samstag die U23-Staffel gesorgt.

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