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Jan-Lennard Struff gewinnt in München bei den BMW Open sein erstes ATP-Tunier.
  • Jan-Lennard Struff gewinnt in München bei den BMW Open sein erstes ATP-Tunier.
  • Foto: imago/Lackovic

Im 218. Anlauf: Deutscher Tennisprofi jubelt über ersten Turniersieg

Jan-Lennard Struff breitete die Arme aus und lächelte glückselig. Zum ersten Mal in seiner langen Karriere hat der 33 Jahre alte Tennisprofi ein Turnier auf der ATP-Tour gewonnen – im strömenden Regen gewann er das Finale der BMW Open in München 7:5, 6:3 gegen Taylor Fritz aus den USA. Als er seinen ersten Matchball nach 79 Spielminuten verwandelte, riss es das Publikum mit einem Aufschrei von den Sitzen.

„Es ist unglaublich, ich habe schon so lange darauf gewartet”, sagte der sichtlich überwältigte Struff wenige Augenblicke nach seinem Triumph und ergänzte ein wenig atemlos: „Ich bin schon so lange dabei, jetzt habe ich es endlich geschafft.”

Ein Traum wird war: Struff gewinnt sein erstes Einzel-Tunier auf der ATP-Tour.

Es hat lange gedauert, sehr lange, ehe Struff endlich das letzte Match eines Turniers im Einzel gewann. Die BMW Open waren seine 218. Teilnahme an einem Event auf dem Tour-Level – sein erstes Match hatte er vor fast genau elf Jahren bestritten, am 22. April 2013 unterlag er in Barcelona in der ersten Runde. Nun also: Die Krönung, nach vier Titeln im Doppel der erste im Einzel.

Ein Auto als Preisgeld – und eine Lederhose

Immerhin 9,94 Millionen Dollar an Preisgeld (umgerechnet derzeit 9,32 Millionen Euro) hat sich Struff in seiner Karriere bislang erspielt – auf seinem ersten Siegerscheck stand nun die Summe von 88.125 Euro. Damit nicht genug: Weil er nun in München gewann, gab es zudem ein Siegerauto von Hauptsponsor BMW, diesmal im Wert von rund 100.000 Euro – und natürlich eine Lederhose.

Kälte, Regen, Wind: Die ganze Woche über hatte sich Struff auch nicht von den Bedingungen beim MTTC Iphitos, wo sie nach selbstironischer Meinung das „härteste Sandplatzturnier der Welt” veranstalten, aus der Ruhe bringen lassen. Auch beim Finale regnete es fortwährend – die Zuschauer wie etwa Nationalspieler Thomas Müller saßen unter Schirmen.

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Im ersten Durchgang eines völlig verregneten Endspiels auf hohem Niveau wehrte Struff zunächst beim Stand von 4:5 drei Satzbälle von Fritz ab, holte sich gegen den 15. der Weltrangliste dann ein Break und anschließend mit seinem ersten Satzball das 7:5. Im zweiten Satz gelangen ihm zwei Breaks, souverän spielte er das Match zu Ende.

Auch im Doppel noch Chancen auf den Turniersieg

Struff gab auf dem Weg zum ersten Turniersieg keinen Satz ab. Zunächst hatte er Vorjahresfinalist Botic van de Zandschulp (Niederlande) besiegt, danach setzte er sich gegen Felix Auger-Aliassime (Kanada) durch. Im Halbfinale fegte er spektakulär den dänischen Titelverteidiger Holger Rune in 45 Minuten vom Platz. Im Finale spielte er erneut druckvoll und phasenweise glanzvoll.

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Sein erstes Match hatte er vor elf Jahren gegen Albert Ramos-Vinolas aus Spanien in zwei umkämpften Sätzen verloren. Erfolgreicher als im Einzel war der zweifache Familienvater in seiner Karriere im Doppel gewesen – vier Titel hatte er da bereits gewonnen, in München spielte er nach dem Endspiel im Einzel mit Partner Andreas Mies auch das Finale im Doppel. (sid/pu)

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