Die Minnesota Vikings
Die Minnesota Vikings
  • Die Minnesota Vikings bejubeln ihren historischen Sieg durch das Field Goal von Kicker Greg Joseph.
  • Foto: Imago / Zuma Wire

„Ist das Sarkasmus?“ Football-Welt staunt über größtes Comeback aller Zeiten

Historisches Comeback: Die Minnesota Vikings drehen in der NFL gegen die Indianapolis Colts ein 0:33 und qualifizieren sich für die Playoffs!

Für Kirk Cousins war die Sache gelaufen. Deshalb hielt es der Quarterback der Minnesota Vikings für einen schlechten Scherz, als sein Teamkollege Patrick Peterson in der Pause das Wort ergriff. „Wir brauchen nur fünf Touchdowns“, sagte der Cornerback. „Ich dachte, das sei Sarkasmus“, erzählte Cousins später – nach dem größten Comeback der NFL-Geschichte.

0:33 hatten die Vikings gegen die Indiana Colts zurückgelegen. Aussichtslos, nicht nur für Cousins, das zeigte der Blick in die Historie der US-Football-Liga: Kein einziges Team hatte jemals zuvor solch einen Rückstand aufgeholt, das 41:38 der Buffalo Bills gegen die Houston Oilers im Jahr 1993 galt bis dato als die Mutter aller Comebacks. Damals betrug der Rückstand 32 Punkte.

Trotz Sieg nicht nur Feierstimmung bei Minnesota

Nach der „hässlichen ersten Hälfte“ (Cousins) drehten die Vikings jedoch auf, während die Colts-Defensive kollabierte. Kicker Greg Joseph traf mit seinem Fieldgoal zum 39:36 in der Verlängerung und sicherte Minnesota den Einzug in die Play-offs. „Das war unser erstes Ziel. Aber wir müssen besser spielen“, forderte Cousins.

Der 34 Jahre alte Spielmacher selbst hatte sich nach der Pause gewaltig gesteigert. 460 Yards bedeuteten einen Karrierebestwert, 417 Yards Raumgewinn gelangen ihm in der zweiten Halbzeit. Nach zwei Interceptions warf er vier Touchdown-Pässe. T.J. Hockenson per Two-Point-Conversion sorgte für die Verlängerung. „Das werde ich nie vergessen, solange ich lebe“, sagte Headcoach Kevin O’Connell.


MOPO

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Für Colts-Quarterback Matt Ryan war es ein Deja-vu: Im Super Bowl 51 im Februar 2017 hatte er mit den Atlanta Falcons gegen Tom Bradys New England Patriots verloren – trotz einer 28:3-Führung. „Herzzereißend“, sagte Trainer Jeff Saturday, für Linebacker Zaire Franklin war die Niederlage „eine bittere Pille“.

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Neben den Vikings in der NFC North gewannen auch die Buffalo Bills vorzeitig ihre Division (AFC East). Quarterback Josh Allen führte sein Team zum 32:29 gegen die Miami Dolphins und damit zum elften Saisonsieg bei nur drei Niederlagen. Außer den beiden Teams aus dem hohen Norden stehen bislang nur die Philadelphia Eagles (12:1) und die San Francisco 49er (10:4) als Endrundenteilnehmer fest. (sid/nswz)

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