Nur der Schläger: Marta Kostyuk (r.) verweigert den Handschlag mit Victoria Azarenka.
  • Nur der Schläger: Marta Kostyuk (r.) verweigert den Handschlag mit Victoria Azarenka.
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Handschlag verweigert: Ukrainerin setzt bei US Open ein Zeichen

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hinterlässt weiterhin auch tiefe Spuren im Sport. Immer wieder senden Mannschaften und Sportler Botschaften gegen den Krieg Richtung Russland. Natürlich wollen auch die ukrainischen Sportler selbst auf die verheerende Lage in ihrem Land aufmerksam machen. Die ukrainische Tennisspielerin Marta Kostyuk hat nun die Bühne bei den US Open genutzt, um sich deutlich gegen Russland, bzw. die russischen Verbündeten zu positionieren.

Nach ihrer 2:6, 3:6-Niederlage im Zweitrundenspiel gegen die belarussische Spielerin Victoria Azarenka verweigerte Kostyuk ihrer Kontrahentin den Handschlag. Stattdessen hielt die Ukrainerin Azarenka nur den Schläger hin, während sie dem Stuhlschiedsrichter anschließend demonstrativ die Hand gab. Ein klares Statement in Richtung Belarus und ausdrücklich nicht gegen ihre Gegenspielerin, wie Kostyuk sagte: „Verstehen Sie mich nicht falsch, sie ist eine großartige Spielerin. Aber es hat nichts mit ihrer Person zu tun.“

„Hat nichts mit ihrer Person zu tun“: Kostyuk wollte Ablehnung gegenüber Belarus symbolisieren

Vielmehr richtete sich die Aktion gegen das Schweigen in Belarus zum russischen Angriffskrieg. „Es war meine Entscheidung – ich habe nicht das Gefühl, dass ich eine einzige belarussische Person kenne, die den Krieg und die Handlungen der Regierung öffentlich verurteilt hat. Also habe ich nicht das Gefühl, dass ich das unterstützen kann“ sagte die Nummer 54 der Weltrangliste dem Fernsehsender ESPN. Außerdem erklärte Kostyuk, dass sie Azarenka schon vor dem Spiel per Textnachricht über das Verweigern des Handschlags informiert habe. Kostyuk wollte auch ein persönliches Gespräch mit Azarenka über den Krieg führen, doch die Belarussin antwortete nur, dass sie nicht vor Ort sei und das Gespräch deshalb ausfallen müsse.

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Für Azarenka war die Situation nichts neues. Bereits beim WTA-Turnier in Washington verwehrte ihr die Ukrainerin Dayana Yastremska (22) den üblichen Handschlag. Grund dafür war die Unterstützung des russischen Angriffskriegs durch die belarussische Regierung. Belarus wurde dafür sowohl von den USA, als auch von der EU hart sanktioniert.


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Azarenka wollte die Aktion ihrer Gegnerin auf der anschließenden Pressekonferenz nicht zu hoch hängen.

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