Beachvolleyball Wickler Ehlers
  • Jubel: Clemens Wickler (l.) und Nils Ehlers feiern ihren Viertelfinaleinzug beim Elite16-Turnier am Hamburger Rothenbaum
  • Foto: WITTERS

Hamburger Ehlers / Wickler rocken den „Rothenbeach“!

Die Brust breit, das Lächeln noch breiter. Es läuft für die Lokalmatadore Nils Ehlers und Clemens Wickler am Rothenbaum. Beim Spektakel der Beachvolleyball-Weltelite haben sich die Hamburger in das Viertelfinale gespielt – mit der richtigen Mischung aus Anspannung und Lockerheit und einer großen Portion Spaß.

In der Mixed Zone des Center Courts bekam 2,10-Meter-Riese Ehlers das Grinsen einfach nicht aus dem Gesicht. „Es macht unfassbar viel Spaß, hier zu spielen!“ Und der Spaß geht weiter für das vor dieser Saison neuformierte Duo – heute im Viertelfinale, wo es gegen die Niederländer Luini/Penninga geht (15 Uhr).

Beachvolleyball in Hamburg: Nils Ehlers / Clemens Wickler im Viertelfinale

Mit ihrem zweiten Sieg im zweiten Spiel, einem 2:0 (21:15, 21:19) gegen die Spanier Herrera/Gavira, hatte das einzige deutsche Männer-Duo im Hauptfeld bereits am Freitagmittag vorzeitig die Qualifikation für die K.o.-Runde unter Dach und Fach gebracht.

Apropos Dach. Das blieb über dem Center Court geschlossen. Am Vortag hatte die Sonne derart heiß auf eine der Tribünen gebrannt, dass es dort kaum ein Zuschauer aushielt. Fatalerweise war es die Tribüne gegenüber der TV-Kamera, die leere Ränge einfing. Unschön.

Rothenbaum: Dach im Tennisstadion wegen sengender Sonne geschlossen

Glänzend ist dagegen die Bilanz von Ehlers und Wickler, die auch ihr abschließendes Pool-Spiel gegen die Chilenen Grimalt/Grimalt 2:1 (21:15, 18:21, 15:10) gewannen. Gruppensieg. Sie sind im Flow, auf einer Welle.

Das mag auch daran liegen, dass sich das Duo nach der mit Platz 17 enttäuschenden WM in Rom für Hamburg bewusst kein Platzierungs-Ziel gesetzt hat, wie Wickler erzählt. „Das haben wir bei der WM falsch gemacht.“ Bei allem Ehrgeiz versuchen beide „locker zu bleiben“ und „von Spiel zu Spiel zu schauen“. Klingt langweilig, klappt gut.

Clemens Wickler und Nils Ehlers mit Lockerheit und positiver Energie

Erwartungshaltung minimieren, Leistung maximieren. Und positiv bleiben! Fehler, über die sich das perfektionistisch veranlagte Duo auch im Training oft zu lange ärgert und in einen „Negativ-Strudel“ gerät, wie Wickler sagt, versuchen beide im Spiel auch mithilfe aufmunternder Worte und Gesten „sofort abzuhaken.“ Die demonstrativen positiven Emotionen und die Spielfreude reißen das Publikum am „Rothenbeach“ mit. Da geht noch mehr!

In der Konkurrenz der Frauen haben sich haben sich die Hamburgerinnen Sandra Ittlinger und Isabel Schneider mit einem mitreißenden Krimi im dritten Spiel am „Rothenbeach“ ins Viertelfinale gekämpft  – das bislang beste Resultat des St. Pauli-Duos bei einem Elite-16-Turnier.

FC St. Pauli: Ittlinger / Schneider und im Viertelfinale – Borger / Sude auch

„Das ist krass!“, jubelte Schneider nach dem 2:1 (16:21, 21:16, 15:13) gegen die Italienerinnen Menegatti/Gottardi. „Wir wollten unbedingt Samstag noch spielen. Wir freuen uns riesig.“

Cool nahmen Karla Borger und Julia Sude ihren souveränen Viertelfinaleinzug nach drei Siegen hin. Das Duo aus Düsseldorf sieht das Turnier mehr als „Training“ für die EM in München. Ergo: Die „Trainingsleistungen“ stimmen.

Svenja Müller und Cinja Tillmann verpassen Viertelfinale am Rothenbaum hauchdünn

Die Hamburger WM-Dritten Svenja Müller und Cinja Tillmann verpasste im Abendspiel hauchdünn die letzte Chance auf das Viertelfinale, gewann nach zwei Niederlagen zwar die abschließende Partie gegen die Spanierinnen Alvarez / Moreno mit 2:0 (22:20, 21:18), hätten für ein Weiterkommen das Spiel aber mit insgesamt sechs Punkten Differenz gewinnen müssen. Für Chantal Laboureur/ Sarah Schulz war ebenfalls in der Pool-Runde Endstation.

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