• Alexander Zverev verlor nach zwölf Siegen am Stück mal wieder ein Tennis-Match
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Einbruch im dritten Satz: Siegesserie vorbei! Zverev verliert das Finale in Paris

Alexander Zverev hat seinen dritten Titel in Serie knapp verpasst. Der Hamburger musste sich am Sonntag im Finale des Masters-1000-Turniers in Paris dem Russen Daniil Medvedev geschlagen geben.

Ein Dutzend Siege hatte Zverev aneinandergereiht, kurz vor dem Titel-Hattrick ging ihm allerdings die Kraft aus. Im Endspiel des Hallen-Masters in Paris unterlag er Medvedev nach 127 Minuten und einem Einbruch im entscheidenden Satz 7:5, 4:6, 1:6.

Nach Zverev-Niederlage: Becker bleibt der einzige deutsche Sieger

Boris Becker bleibt damit der einzige deutsche Champion beim prestigeträchtigen ATP-Turnier im Stadtviertel Bercy, für Zverev beginnt die Vorbereitung auf den finalen Showdown der besten acht Tennis-Profis in London.

Trotz der Enttäuschung, seinen 14. Titel auf der ATP-Tour verpasst zu haben, klettert Zverev am Montag in der Weltrangliste um einen Platz auf Rang sechs. Weitere Punkte kann er in diesem Jahr nur noch in London ab dem 15. November sammeln.

Saison-Finale in London: Zverev gehört zu den Favoriten

Mit zwei Turniersiegen, zuletzt hatte er doppelt in Köln gewonnen, und zwei Finalteilnahmen nach der Coronapause tritt Zverev in der o2-Arena als Mitfavorit auf den letzten großen Titel des Jahres an.

Zverevs Erfolgslauf war umso erstaunlicher, als dass er an „herausfordernden Tagen“ passierte, wie er bei Instagram zugab: Der Nachricht seiner Ex-Freundin Brenda Patea, dass Zverev ungeplant Vater wird, folgten schwerwiegende Vorwürfe einer anderen Ex-Partnerin. Olga Sharypova legte während des Masters in Paris im Magazin „Racquet“ nach und berichtete detailliert von angeblicher physischer und psychischer Gewalt in der 13-monatigen Beziehung.

Zverev über sein Privatleben: „Es gibt Leute, die wollen, dass du fällst“

Nach seinem Halbfinalsieg über den spanischen Superstar Rafael Nadal am Samstag sagte Zverev: „Ich habe gelernt, dass es immer Leute geben wird, die es nicht gut mit dir meinen. Sie wollen, dass du fällst, wenn du oben bist. Es liegt an mir, das nicht zuzulassen.“

Zumindest auf dem Court wirkte Zverev auch am Sonntag lange unbeeindruckt von den Turbulenzen seines Privatlebens. Bis weit in den zweiten Satz lag er auf Kurs, auch wenn Medvedev sich wehrte. Beide schlugen zunächst herausragend auf, die ersten Breakbälle überhaupt nutzte Zverev zum Satzgewinn. Seine Erleichterung brüllte er durch die leere Accor-Arena, zu Beckers Zeiten noch das Palais Omnisport. Der dreimalige Wimbledonsieger hatte in Bercy dreimal triumphiert: 1986, 1989 und 1992.

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Vor den Augen seines spanischen Trainers David Ferrer, der seinen einzigen Masters-Titel 2012 in Paris gewonnen hatte, verlor Zverev die Kontrolle, je länger das Match dauerte. Beim 4:4 im zweiten Satz gab er erstmals seinen Aufschlag ab, zwei weitere Breaks folgten im entscheidenden Durchgang, der Frust war Zverev ins Gesicht geschrieben.

Während Medvedev in seinem ersten Endspiel der Saison konstant auf hohem Niveau spielte, häuften sich beim Finalisten der US Open die Unkonzentriertheiten. Mit einem Doppelfehler beendete Zverev das Match.

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