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Lea Meyer EM Silber Hindernis
  • Jubel nach dem großen Rennen: Lea Meyer, Silbermedaillen-Gewinnerin über 3000 Meter Hindernis
  • Foto: Imago

Lea Meyer mit Lauf-Sensation! Auch Stabhochspringer holt EM-Silber

Der Triumphzug geht weiter! Wieder zwei Medaillen für die so starken deutschen Leichtathletik-Asse bei der EM in München. Im Finale der Stabhochspringer schnappte sich Bo Kanda Lita Baehre (23) die Silbermedaille – Gold ging am Samstagabend wie erwartet an den schwedischen Wunderspringer und Weltrekordler Armand Duplantis (22). Kurz darauf sorgte der überragende Lauf von Lea Meyer (24) über 3000 Meter Hindernis für eine echte Sensation – holte ebenfalls Silber.

Mit seinem Satz über 5,85 Meter im zweiten Versuch war der zweite Platz perfekt – und Lita Baehre brüllte vor der Kurve des Olympiastadions seine Freude heraus. Nach drei weiteren ungültigen Versuchen über 5,95 Meter, die er hatte auflegen lassen, um mit Duplantis mithalten zu können, war der Wettkampf für ihn beendet.

Leichtathletik-EM in München: Lita Baehre holt Silber im Stabhochsprung

Der Deutsche profitierte am Samstagabend auch von der schwächelnden Konkurrenz. So hatte der Olympiasieger von 2012 und Ex-Weltrekordler Renaud Lavillenie die ersten Versuche ausgelassen, scheiterte dann aber dreimal deutlich an den 5,85 Metern. Verzockt! So etwas war dem Franzosen schon bei der EM 2016 passiert. 

Bei 5,85 stieg Titelverteidiger Duplantis erst ein, schaffte es locker über die Höhe und meisterte mit Leichtigkeit auch die 5,90 und die 5.95 – alle im ersten Versuch. Schließlich ließ der schwedische Überflieger 6,06 Meter auflegen, flog auch diesmal gleich beim ersten Mal über die Latte – und stellte einen neuen Europameisterschafts-Rekord auf. Feierabend! Duplantis packte ein – weil es bei einer EM keine Weltrekordprämie gibt. Die von ihm aufgestellte Weltbestmarke liegt übrigens bei sagenhaften 6,17 Metern …

Die Bronze-Medaille ging überraschend an den Norweger Pal Haugen Lillefosse.

Lea Meyer rennt über 3000 Meter Hindernis sensationell zu Silber

Der emotionale Höhepunkt des Abends war eindeutig der Sensations-Lauf von Lea Meyer. Um zehn Sekunden verbesserte die gebürtige Löningerin (Niedersachsen) ihre persönliche Bestzeit und rannte in 9:15,35 zu Silber. Gold ging an die Albanerin Luiza Gega, Bronze an die Britin Elizabeth Bird, die Meyer in der Schlussphase des Rennens noch überholt hatte.

Mit Tränen in den Augen lag sie völlig ausgepumpt im Zielbereich der Bahn – überwältigt. Überglücklich, aber vielleicht auch mit einem weinenden Auge. Anfang des Jahres war ihr Trainer Henning von Papen an Krebs gestorben.

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