Friedhelm Julius Beucher
  • DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher mit Kritik an russischen Para-Athleten.
  • Foto: imago/Beautiful Sports

DBS-Boss: Es gibt russische Para-Athleten, „die glühend Putin gratuliert haben“

Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbands sieht in dem Ausschluss von Russland und Belarus von den Paralympics in Peking vor allem ein Zeichen, hat aber auch das Verhalten einzelner Sportler kritisiert.

„Natürlich werden da auch Sportlerinnen und Sportler dabei sein, die nichts für den Krieg können oder auch den Krieg ablehnen“, sagte Beucher im Interview des Bayerischen Rundfunks: „Aber leider haben wir auch sehr viele umgekehrte Beispiele, wo es Posts […] gibt, auch aus dem Parasport, die glühend Putin gratuliert haben.“

Paralympics: Friedhelm Julius Beucher kritisiert russische Athleten

Ganz allgemein gehe es aber „nicht um den Ausschluss, sondern um ein Zeichen zu setzen, dass dieser schlimme Krieg beendet wird“, führte der frühere Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag weiter aus.

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Auch Deutschlands Para-Star Markus Rehm (33) begrüßt den Ausschluss der russischen und belarussischen Athleten bei den Winterspielen in Peking. „Ich bin hier für eine klare Linie und keine russischen Athleten bei den Paralympics“, sagte der Weitspringer bei Sport1. Es könne angesichts des Angriffskrieges der Russen und Belarussen auf die Ukraine auch keine Rücksicht auf Härtefälle genommen werden.

Para-Star Markus Rehm: „Ich bin hier für eine klare Linie und keine russischen Athleten bei den Paralympics“

„Natürlich habe ich absolutes Verständnis für russische Athleten, die unter einem Startverbot leiden“, führte Rehm aus: „Da kann wohl jeder Spitzensportler mitfühlen. Höchstwahrscheinlich können sie nichts für die aktuellen Handlungen des Präsidenten und sind vielleicht sogar selbst gegen diesen Krieg.“


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Doch die Folgen des Ausschlusses seien längst nicht von der Tragweite wie die Notlage der vom Krieg betroffenen Ukrainer. „Wenn bei unschuldigen russischen Sportlern Träume platzen, kann man dies nicht ansatzweise mit den ebenso unschuldigen Menschen in der Ukraine vergleichen, die aktuell um ihr Leben bangen oder es bereits gelassen haben“, sagte der viermalige Goldmedaillengewinner bei Sommerspielen. (dpa/sid/fe)

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