Stephen Curry mit Skibrille
  • Was trägt man als NBA-Champion? Natürlich eine Skibrille, um keinen Schampus in die Augen zu bekommen. Stephen Curry feiert seinen vierten Titel in der stärksten Basketball-Liga der Welt.
  • Foto: AFP

Mit Zigarre und Skibrille: Die wilde Meister-Party von Basketball-Held Curry

Stephen Curry ist unbestritten einer der besten Basketballer der Geschichte. Dreimal binnen fünf Jahre holte er mit den Golden State Warriors den Titel in der NBA – dann stürzten das Team gebeutelt von Verletzungen ab. Meisterschaft Nummer vier rührte ihn nun zu Tränen.

Mit Zigarre im Mund, einer Skibrille als Schutz vor den vielen Schampusspritzern und dem goldenen Pokal in der Hand zählte Stephen Curry bei der Titel-Feier in der Kabine immer wieder bis vier. „Eins, zwei, drei, vier – vier Meisterschaften“, brüllte der 34 Jahre alte Basketball-Superstar nach dem erneuten Erfolg mit den Golden State Warriors mehrfach in alle Richtungen.

Drei Jahre nach der bitteren Final-Niederlage gegen die Toronto Raptors und nach zwei Jahren ganz ohne Playoff-Teilnahme machten die Warriors am Freitagmorgen (deutscher Zeit) mit einem 103:90 gegen die Boston Celtics diese spezielle NBA-Meisterschaft perfekt.


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„Das hier fühlt sich anders an“, sagte Curry, der nach seinem vierten NBA-Titel erstmals auch zum wertvollsten Spieler der Finals gewählt wurde und schon Sekunden vor der Schlusssirene zu Tränen gerührt war. „Es ist surreal. Wir waren so weit weg. Du landest ganz unten mit Verletzungen. Es ist einfach nie garantiert, du weißt nicht, ob du jemals wieder dahin zurück kommst.“ Am Ende gewannen die Warriors die Serie im sechsten Spiel mit 4:2.

Warriors litten zwei Jahre unter Verletzungspech

Von 2015 bis 2019 kamen die Warriors fünfmal in Serie in die Finalserie, holten dreimal den Titel und galten als das Maß der Dinge in der besten Basketball-Liga der Welt. Doch im sechsten Spiel der Finals gegen die Toronto Raptors riss sich Klay Thompson das Kreuzband und dann, als er im Jahr danach kurz vor seinem Comeback war, die Achillessehne. Der überragende Distanzschütze verpasste mehr als zwei Jahre und gab erst im Laufe dieser Saison sein Comeback. Kevin Durant, einer der besten Spieler der Liga und Finals-MVP der Titel 2017 und 2018, verließ die Mannschaft. Curry brach sich die Hand. Draymond Green verletzte sich. Zwei Jahre lang zählten die Warriors plötzlich zu den schlechtesten Teams der Liga.

„Alle Titel sind einzigartig und besonders“, sagte Trainer Steve Kerr, der nach fünf Titeln als NBA-Profi – unter anderem an der Seite von Michael Jordan bei den Chicago Bulls – nun schon vier als Coach gewonnen hat und längst zu den ganz Großen der Branche zählt. „Aber dieser hier war wahrscheinlich der unwahrscheinlichste Titel, gesehen von dem Standpunkt aus, wo wir die letzten paar Jahre waren.“

Curry krönt seine unfassbare Karriere

Curry, Thompson, Green und Andre Iguodala waren schon bei den ersten drei der nun vier Titel binnen acht Jahren an Bord. Wegen dieser geballten Erfahrung galten die Warriors vor Beginn der Finals gegen die Celtics als Favorit. Doch dann gewannen der Rekordmeister das erste Spiel in San Francisco und nach dem Ausgleich auch das erste zu Hause in Boston und schien mit seiner bärenstarken Abwehr eine zu große Aufgabe zu werden. Doch das junge Team um die Anführer Jaylen Brown, Jayson Tatum und Marcus Smart leistete sich in den folgenden Partien viel zu viele Ballverluste, ermöglichte den Warriors einfache Körbe und verlor im TD Garden vor den eigenen Fans schließlich die dritte und entscheidende Partie in Serie.

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„Seit ich hier bin haben wir die Finals zweimal verloren, es ist niederschmetternd“, sagte Kerr in einem der zahlreichen Interviews nach dem Triumph. „Ich habe wirklich Mitgefühl.“ Dann aber richtete sich auch sein Fokus wieder auf die enorme Qualität vor allem eines Mannes: Steph Curry, den nun viermaligen NBA-Champion, zweimaligen Hauptrunden-MVP der Liga und wertvollsten Spieler dieser Final-Serie. „Ich freue mich für jeden, aber ich bin begeistert für Steph. Für mich ist das die Krönung einer ohnehin schon unfassbaren Karriere.“ (dpa/mvp)

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