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PETA-Protestaktion gegen Pferdesport
  • Die Protestierenden sorgten mit einer Installation beim Deutschen Derby in Hamburg Horn für Aufsehen.
  • Foto: Christopher Kleis

Abgetrennter Pferdekopf und Kunstblut: Protest sorgt für Wirbel bei Deutschem Derby

Der Galoppsport steht immer wieder im Fokus verschiedener Tierschutzorganisationen. Das Wohl der Tiere werde nicht richtig beachtet und respektiert. Nachdem es in den vergangenen beiden Jahren beim Deutschen Derby in Hamburg-Horn ruhig blieb, sorgten am Derby-Sonntag Demonstranten für Aufsehen.

Vor dem Haupteingang zur Horner Rennbahn hatten sich mehrere Aktivisten der Tierschutzorganisation PETA versammelt. Mit Schildern demonstrierten sie gegen den Sport und das damit verbundene Leid der Pferde. „Pferde sind keine Sportgeräte“ und „Pferdesport ist Mord“, stand auf den Schildern geschrieben.

Irritationen um Anmeldung des PETA-Protest

Auf dem Boden hatten die Demonstrierenden einen künstlichen Pferdekopf und Kunstblut verteilt. Mit einem gelben Absperrband sollte sichergestellt werden, dass niemand die Skulptur vorzeitig abbaut. Da die Farbe abwaschbar sei, beispielsweise durch Regen, liegt wohl keine Sachbeschädigung vor.

Laut einem Vertreter des Hamburger Rennclubs war der Protest nicht angemeldet, laut Polizei sei die Aktion für den Tag jedoch genehmigt worden. Die Demonstrations-Teilnehmenden gaben gegenüber der MOPO an, dass es im Laufe des Tages eine Stellungnahme der Organisation PETA geben werde.

Die folgte am Nachmittag. „In der Rennbranche stehen Ansehen und Profit im Vordergrund. Dafür werden Verletzungen und der Tod eines Pferdes billigend in Kauf genommen“, erklärte Steffen Lenhardt, Aktionskoordinator bei PETA auf der Website der Organisation. „Wie viele Pferde müssen noch sterben, bis diese Tierqualveranstaltungen endlich verboten werden?“

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Abseits der Aktion äußerte sich Bahnarzt Dr. Niels Ohlig zur Thematik: „Das Tierwohl ist das Wichtigste. Die Pferde werden hier im Sport eingesetzt, aber was wir sehen, ist nur ein ganz kleiner Ausschnitt dessen, was die Tiere so in ihrem Leben machen“, erklärt er. „Ich glaube, um das Ganze zu verstehen, sollte man mal morgens in einen Rennstall gehen und sehen, wie die Pfleger und Betreuer jedes einzelne Tier lieben und sich darum kümmern.“

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In Hamburg würden die Anforderungen des Rennsports mit dem des Tierschutzes in Einklang gebracht. Ohlig bestätigte auf MOPO-Nachfrage, dass die Tiere an allen fünf Renntagen zu einhundert Prozent gesund gewesen seien. „Das ist hier wie bei den Olympischen Spielen.“

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