Großer HSV-Jubel: Amadou Onana, Moritz Heyer, Tim Leibold, Jan Gyamerah, und Simon Terodde feiern Torschütze Sonny Kittel (verdeckt).
  • Großer HSV-Jubel: Amadou Onana, Moritz Heyer, Tim Leibold, Jan Gyamerah, und Simon Terodde feiern Torschütze Sonny Kittel (verdeckt).
  • Foto: WITTERS

„Spitzenleistung“ : Und sogar der Gegner schwärmt von diesem starken HSV

Der HSV machte den nächsten Schritt Richtung Rückkehr in die Bundesliga und steht auch nach dem 19. Spieltag weiter auf Platz eins der Tabelle der Zweiten Liga. Beim 3:1 (2:1) gegen den SC Paderborn blieb das Team von Daniel Thioune im neunten Liga-Spiel in Folge ohne Niederlage und holte dabei starke 23 von 27 möglichen Punkten. Nach dem Abpfiff sprach Thioune von einer „Spitzenleistung“.  

Wären Zuschauer bei diesem Spiel im Volksparkstadion zugelassen gewesen, hätten die meisten mit Sicherheit hinterher sehr zufrieden die Heimreise angetreten. Beide Mannschaften boten ein starkes und über weite Strecken sehr ansehnliches Spiel. Eine echte Ausnahme im sonst oft tristen Zweitliga-Alltag. „Wir wussten, dass uns gegen Paderborn 90 Minuten intensiver Fußball erwartet. Es war ein Super-Zweitliga-Spiel. Meine Jungs haben von Anfang an Gas gegeben und sich mit einer richtig guten Mannschaftsleistung den Sieg verdient“, erklärte Thioune, der nach dem 0:0 in Düsseldorf sein Team nur auf einer Position verändert hatte und für Khaled Narey wieder Bakery Jatta in die Startelf stellte.

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Bis auf eine kurze Phase vor der Halbzeitpause dominierte der HSV das Spiel und zeigte eine sehr reife Leistung. Die Hamburger überzeugten kämpferisch, läuferisch, spielerisch und nutzten auch endlich mal wieder Standardsituationen, um zum Erfolg zu kommen.

Heyer und Kittel bringen den HSV in Führung

Bereits in der achten Minute durfte das erste Mal gejubelt werden. Simon Terodde verlängerte eine Ecke von Jeremy Dudziak. Moritz Heyer stand genau richtig und köpfte die Kugel zum 1:0 ins Netz. Für das 2:0 (22.) sorgte Sonny Kittel per direktem Freistoß aus 25 Metern.

Thioune freut sich über Tore nach Standardsituationen

Zwei Treffer aus Standardsituationen. Das gab es beim HSV in dieser Saison noch nicht in einem Spiel. „Es freut mich in erster Linie für mein Trainerteam, die in der Analyse dafür verantwortlich sind“, sagte Thioune, der sich mit Sicherheit allerdings nichts weniger über das dritte HSV-Tor freute. Es war das spielerische Highlight der Partie. Über Jan Gyamerah, David Kinsombi und Bakery Jatta wurde der Ball über die rechte Seite nach vorne kombiniert. Jatta flankte auf Simon Terodde, der gab die Kugel weiter an Jeremy Dudziak, dieser bediente Sonny Kittel, der mit seinem zweiten Treffer zum 3:1 traf.

Auch Wintzheimer hätte für den HSV noch treffen können

Ein Treffer, der zum guten Spiel passte und letztlich auch nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Gäste durch Sven Michel (41.) für klare Verhältnisse auf dem Platz sorgte. Der eingewechselte Manuel Wintzheimer (81. und 89.) hätte sogar noch für ein deutlicheres Ergebnis sorgen können. Auf der anderen Seite hielt Sven Ulreich allerdings auch zweimal stark im Duell gegen Dennis Srbeny (57. und 69.).

Paderborn-Coach sieht dem HSV auf einem guten Weg

„Das war ein intensives Spiel, wir mussten bis zur 90. Minute hellwach sein. Wir hätten bestimmt auch noch das eine oder andere Tor mehr schießen können – aber das 3:1 geht absolut in Ordnung“, sagte Gyamerah. Viel Lob bekam der HSV nach dem Abpfiff auch von Paderborn-Coach Steffen Baumgart. Mit Blick auf das Aufstiegsrennen meinte er: „Ich halte den HSV in diesem Jahr für sehr stabil und klar im Spiel. Sie spielen mittlerweile nicht nur gut Fußball, sondern sie verteidigen auch sehr gut. Sie gehen bis an Grenzen, das ist wichtig, wenn du aufsteigen willst. Ich sehe den HSV auf einem sehr guten Weg.“

Am kommenden Freitag geht es mit dem Auswärtsspiel in Aue weiter. Dann soll der nächste Schritt folgen. Das zehnte Spiel in Serie ohne Niederlage ist das Ziel.

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