• Jubelpose: Bundestrainer Joachim Löw feiert das 1:0-Siegtor seiner DFB-Auswahl gegen Rumänien.
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Selbst Hoeneß ist begeistert: Darum machen Löw und sein DFB-Team wieder Spaß

Der perfekte Neun-Punkte-Start in die WM-Qualifikation ist greifbar, der Formanstieg im Jahr der EM unverkennbar und auch eine neue Frische, Spielfreude und deutlich mehr Biss im deutschen Nationalteam sind nicht zu übersehen. Es läuft wieder unter Joachim Löw.

Frühlingserwachen, so könnte man es nennen. Es hat sich ja nicht alles geändert im DFB-Team nach den oftmals lahmen Auftritten im Vorjahr und dem 0:6-Debakel gegen Spanien im November, das den Tiefpunkt der Ära Löw markierte und ihr Ende einläutete. Und doch wirkt die Mannschaft wie verwandelt.

DFB-Team lebt wieder, Lob von Uli Hoeneß

Das ist auch dem neuen „Chefkritiker“ der Nationalmannschaft nicht entgangen. „Die zwei Spiele haben überhaupt nichts mit dem Rumpelfußball von 2018 oder dem blutleeren Auftritt in Spanien zu tun“, urteilte RTL-Experte Uli Hoeneß über den glanzlosen, aber souveränen 1:0-Arbeitssieg in Rumänien am Sonntagabend und das 3:0 gegen Island drei Tage zuvor.

Im Heimspiel gegen Nordmazedonien am Mittwochabend in Duisburg (20.45 Uhr, live bei RTL) soll der dritte Streich gelingen. Alle Zeichen stehen auf Sieg.

Löwt bei Jogi – im Angesicht des Abschieds.

Joachim Löw: Rücktritt nach der EM sorgt für neue Klarheit

Die bleierne Krisenstimmung der vergangenen Monate ist verflogen, die Diskussionen um den Bundestrainer sind verstummt, eine Art Aufbruchstimmung macht sich breit.

Löws Ankündigung, nach der EM zurückzutreten, hat für klare Verhältnisse gesorgt und es wirkt, als habe diese Klarheit einen Schub bei seinen Nationalspielern bewirkt und neue Kräfte freigesetzt, auch bei ihm selbst, für das letzte große gemeinsame Ziel, auf das sich das DFB-Team unbelastet von bohrenden Zukunftsfragen rund um den Bundestrainer vorbereiten kann.

Müller, Hummels, Boateng: Die Fragen werden leiser

Die Frage nach einer Rückkehr der 2014-er-Weltmeister Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng wird die Auswahl jedoch noch eine Weile begleiten. Mit jedem überzeugenden Sieg dürfte sie aber weniger drängend sein.#

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„Die Richtung stimmt“, urteilte Löw nach den ersten beiden Spielen des Jahres und hatte bislang lediglich die nachlässige Chancenverwertung im Spiel gegen die Rumänen zu monieren. Seine Mannschaft hätte nicht nur höher gewinnen können, sondern müssen.

DFB-Mittelfeld ohne Toni Kroos besser?

Für den jüngsten spielerischen (Auf-)Schwung ist das Mittelfeld-Trio Joshua Kimmich, Leon Groetzka und Ilkay Gündogan verantwortlich. Ist die Mannschaft, in der sich Antonio Rüdiger als neuer Abwehrchef herauskristallisiert, ohne den derzeit angeschlagenen Spielmacher Toni Kroos mittlerweile vielleicht besser, weil durchschlagskräftiger und weniger berechenbar, aufgestellt als mit dem Superstar von Real Madrid?

Eine wahrlich zentrale Frage, die Löw bis zur EM klären muss. Dass sie sich überhaupt stellt, ist ein gutes Zeichen. WEB/SID

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