Nicht zu halten: Kreisläufer Niklas Weller machte ein starkes Spiel.
  • Nicht zu halten: Kreisläufer Niklas Weller machte ein starkes Spiel.
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Sekunden-Drama! : HSV Hamburg verhindert Fehlstart – Martin Schwalb fiebert mit

Herzschlagfinale! Hamburgs Zweitliga-Handballer haben einen Fehlstart ins neue Jahr abwenden können und im ersten Spiel des Jahres den HC Elbflorenz in eigener Halle mit 27:26 (13:13) niedergekämpft. Mit dem zehnten Sieg in Serie hat der HSVH die Tabellenführung verteidigt und ist steuert weiter auf Aufstiegskurs.

Die Schlussszene hätte dramatischer nicht sein können: Beim Stand von 27:26 hatten die Gäste nach einem Fehlwurf von Jan Forstbauer, der den Sack hätte zu machen können, noch mal den Ball bekommen und sechs Sekunden Zeit.

HSV Handball: Hamburg besiegt HC Elbflorenz, Martin Schwalb schaut zu

Nur mit Mühe brachten die Dresdener den Ball gegen früh störende Hamburger nach vorne. Rückraum-Shooter Mindaugas Dumcius stieg hoch, warf – und der Ball landete im Netz. Eine Sekunde nach der Schlusssirene.

Die Spieler des HSVH jubelten, die Spieler aus Dresden jubelten. Die Schiedsrichter stellten klar: Kein Tor, Sieg für Hamburg. „Wir sind glücklich, dass wir gewonnen haben“, atmete Trainer Torsten Jansen tief durch.

Handball: HSV Hamburg ringt HC Elbflorenz nieder

Nach einem Fehlstart (0:4/ 7.) und einer über weite Strecken schwachen Leistung hatten sich die Gastgeber ins Spiel gekämpft und zehn Minuten vor dem Ende mit 26:23 vermeintlich vorentscheidend abgesetzt, doch dann gelang nur noch ein Tor und das große Zittern begann – auch weil die Torhüterleistung insgesamt unterirdisch war (4 Paraden).

Niklas Weller bester Torschütze für Hamburg gegen Elbflorenz

Bester Spieler bei den Hamburgern und der einzige, der Topform erreichte, war Kreisläufer Niklas Weller, der mit neun Toren (drei Siebenmeter) auch bester Schütze des Spiels war.

„Em Ende haben wir es mit Glück und ein bisschen Können über die Zeit gerettet“, bilanzierte Lukas Ossenkopp. „Es hat an vielen Ecken und Enden gefehlt.“ Viel Zeit zum Nachjustieren bleibt nicht. Montag tritt der HSVH zu Hause zum Nachholspiel gegen Hamm an.

Martin Schwalb verlässt Löwen, Rückkehr nach Hamburg

Aufmerksamer Gast in der Halle war übrigens Martin Schwalb. Am Vortag war bekannt geworden, dass der 57-Jährige seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag als Trainer der Rhein-Neckar Löwen trotz eines Angebotes nicht verlängert. Der Wahl-Hamburger, dessen Familie nach wie vor in der Elbmetropole lebt, dürfte im Sommer zum HSVH zurückkehren. 

Sein Amt als Vizepräsident des HSVH hatte für die Dauer des Löwen-Jobs offiziell geruht. Ob er wieder in gleicher Funktion für den Klub, den er mit aufgebaut hat, tätig sein wird, steht noch nicht fest. „Das werden wir alles in Ruhe besprechen“, so Schwalb zur MOPO. Trainer werde er beim HSVH definitiv nicht mehr. 

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