Werder Bremen drohen schlimme Folgen der Corona-Krise.
  • Werder Bremen drohen schlimme Folgen der Corona-Krise.
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Schulden in Millionenhöhe: Schock! Werder Bremen droht Punktabzug und Lizenzverlust

Dass die Corona-Pandemie die Profiklubs im Fußball hart treffen wird, war bereits absehbar. Nun wird allerdings deutlich, wie schlimm die Folgen für die Vereine tatsächlich sein können. Wegen Schulden in Millionenhöhe droht Werder Bremen nun womöglich ein Punktabzug – und im schlimmsten Fall sogar der Lizenzverlust in der Bundesliga!

Das berichtet der „Weser Kurier“ und beruft sich auf ein 219-seitiges Wertpapierprospekt. Das mussten die Bremer erstellen und offen legen, da sie ihre Mittelstandsanleihe ab dem 17. Mai auch für Privatanleger anbieten. Es ist eines der Mittel, mit denen der Verein versucht, die Finanzlücke zu schließen. Denn die ist riesengroß.

Werder Bremen droht Lizenzverlust und Punktabzug

Von einem Fehlbetrag von „rund 30,6 Millionen Euro“ ist in dem Prospekt die Rede. In der Hinrunde hatte Werder demnach ein Minus von 17,33 Millionen Euro hinnehmen müssen, in der Vorsaison waren es beinahe 23,5 Millionen Euro gewesen. Das Eigenkapital von knapp 10 Millionen Euro kann das bei Weitem nicht mehr decken.

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Etwa 1,1 Millionen Euro Verlust machen die Bremer pro Geisterspiel, heißt es. Dazu kommen Einbußen bei TV-, Werbe- und Sponsoreneinnahmen ebenso wie kaum Bewegung auf dem Transfermarkt. Eine Besserung scheint nicht in Sicht.

Bundesliga: Werder Bremen weist Schulden in Millionenhöhe aus

Die Lizenz für die neue Saison habe Werder Bremen deshalb – neben anderen Vereinen – nur unter Auflagen bekommen. Die Liquiditätslücke müsse, etwa durch Spielerverkäufe, nun bis spätestens zum 15. September geschlossen werden. „Ansonsten erfolgt ein Punktabzug von sechs Punkten mit sofortiger Wirkung“, wird das Prospekt zitiert.

Geschäftsführer Frank Baumann glaubt allerdings daran, dass man die Probleme lösen wird. „Ich bin zuversichtlich, dass wir alle Szenarien meistern werden“, sagte Baumann am Donnerstag. „Wir wissen, dass wir durch die Pandemie eine sehr, sehr herausfordernde wirtschaftliche Situation haben.“

Frank Baumann: Werder Bremen wird Finanzprobleme lösen

Über die Mittelstandsanleihen will der Verein ab kommendem Montag bis zu 30 Millionen Euro einnehmen. Das sei „ein wichtiger Baustein“, betonte Baumann: „Es soll eine attraktive Anleihe sein. Ich bin optimistisch, dass wir für die nächste Saison durchfinanziert sind, egal was passiert.“

Das Geld braucht Werder dringend, um die Lizenz für die Bundesliga nicht zu verlieren. Denn bei einem Abstieg – egal ob sportlich oder am Grünen Tisch – würde die finanzielle Situation nicht besser werden.

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