Alfons Hörmann, der Präsident des DOSB, ist gegen die Verwendung eines nicht zugelassenen Impfstoffes auch China für die Athletinnen und Athleten.
  • Alfons Hörmann, der Präsident des DOSB, ist gegen die Verwendung eines nicht zugelassenen Impfstoffes auch China für die Athletinnen und Athleten.
  • Foto: imago images/MiS

„Schnellschüsse ungeeignet“: Deutsche Olympia-Sportler lehnen chinesischen Impfstoff ab

Mehr Impfstoff für die vielen Athletinnen und Athleten. Das braucht der deutsche Sport. Daher klingt das Angebot, Impfstoff aus China für die olympischen und paralympischen Athleten zu kaufen, verlockend. Allerdings wird der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sich nicht beteiligen.

Das „besondere Hilfsangebot“ Chinas werde hoffentlich „in zahlreichen Ländern“ dazu beitragen, dass „Athlet/innen weltweit sicher und mit besserer Chancengleichheit nach Tokio und Peking reisen“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

Auch Friedhelm Julius Beucher vom Deutschen Behindertensportverband begrüßte das Angebot „im Sinne der Chancengleichheit“, der DBS-Präsident hält „Schnellschüsse“ bei „dieser sensiblen Thematik“ aber für ungeeignet. Daher möchte man auf in Deutschland zugelassene Impfstoffe setzen.

DOSB lehnt Impfstoff aus China für deutsche Athleten ab

Für das deutsche Team hofft Hörmann auf „die aktive Unterstützung unserer nationalen Politik“ und auf eine „rechtzeitige Impfung vor den Olympischen Spielen aus Impfstoffkontingenten, die in Deutschland zugelassen sind“, sagte er und ergänzte: „Somit hoffen wir zugunsten des Athleten/innen aus anderen Ländern, auf dieses Angebot verzichten zu können.“

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Beucher sagte: „Wir befinden uns mit dem potenziellen Teilnehmer/innen des Team Deutschland Paralympics auch zum Thema Impfung im intensiven Dialog und werden zu gegebener Zeit darüber entscheiden.“

Bach hatte am Donnerstag auf der 137. IOC-Session bereits angekündigt, dass das IOC Impfstoff aus China kaufen und diese den Athletinnen und Athleten vor den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) und vor den Winterspielen in Peking 2022 zur Verfügung zu stellen werde. Die Impfstoffe aus China sind aber bislang noch nicht in der Europäischen Union zugelassen. (sid/abin)  

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