Rodrigo Zalazar konnte es nicht fassen. In Paderborn verschoss er einen Strafstoß und verursachte einen.
  • Rodrigo Zalazar konnte es nicht fassen. In Paderborn verschoss er einen Strafstoß und verursachte einen.
  • Foto: WITTERS

Schlechte Erinnerungen: Zalazars offene Rechnung mit dem SC Paderborn

Der junge Mann macht einfach nur Freude und ist ganz sicher einer der großen Gewinner dieser Saison beim FC St. Pauli. Dass zu einer Vorwärtsentwicklung auch Rückschläge gehören, musste Rodrigo Zalazar allerdings auch schon erfahren. Das Hinspiel in Paderborn wird dem Mittelfeldmotor der Kiezkicker dauerhaft in Erinnerung bleiben als Beispiel dafür, wie man Dinge nicht machen sollte.

Alles begann eigentlich mit einer Steilvorlage. Zalazar hatte gegen Nürnberg und in Darmstadt wichtige Elfmeter verwandelt, im Derby-Hinspiel beim HSV eben falls getroffen (alle Spiele endeten 2:2). Dann gab’s auch an diesem 21. November 2020 Strafstoß für die Hamburger, und es war keine Frage: Zalazar schnappte sich die Kugel – und scheiterte an Paderborns Keeper Zingerle.

Zalazar verschießt Elfer – und verursacht einen gegen St. Pauli

„Der war einfach nicht gut geschossen“, konstatierte Coach Timo Schultz nach der Partie. „Wenn wir in Führung gegangen wären, hätten wir gute Chancen gehabt, zumindest einen Punkt mitzunehmen.“ Dass es am Ende beim 0:2 keiner wurde, lag vor allem am Energiebündel aus Uruguay: Dem verballerten Elfer folgte ein plumpes Foul im eigenen Strafraum gegen Paderborns Ingelsson. „Das war eine 2:1-Situation, der Paderborner lief in Richtung Eckfahne“, schimpfte Schultz seinerzeit. „Da muss man nicht runtergehen, das war unnötig. Der Elfmeter war der Knackpunkt des Spiels.“

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Verdammen wollte der Coach seinen ungestümen Youngster aber natürlich nicht. „Daraus muss er lernen, möglichst schnell“, forderte Schultz. „Man darf Fehler machen, wenn es geht, nicht zweimal den gleichen.“ Und Zalazar lernte. Mit jedem neuen Auftritt wurde er besser, man konnte ihm quasi beim Reifen zusehen.

Rodrigo Zalazars Formkurve bei St. Pauli zeigt steil nach oben

Das macht auch die leidige Preisentwicklung seiner Person deutlich. Im vergangenen Sommer war er bei „transfermarkt.de“ auf 250 000 Euro taxiert worden, im Herbst dann schon auf eine Million. Inzwischen ist der 21-Jährige bei 1,5 Millionen Euro angelangt, und die Kurve zeigt weiter nach oben. Das soll auch am Montag so bleiben. Zumal Rodrigo Zalazar mit dem SC Paderborn noch eine Rechnung offen hat.

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