Rodrigo Zalazar
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Rodrigo Zalazar: Wagnis! St. Paulis Neuer kommt mit Skandal im Gepäck

Der Vorfall ist dem FC St. Pauli bekannt. Als er in der vorigen Saison an den polnischen Erstligisten Korona Kielce spielte, postete Rodrigo Zalazar nach einem Besuch der KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau ein Party-Fotomotiv.

Dass der Kiezklub den Mann aus Uruguay dennoch für eine Saison von Eintracht Frankfurt ausleiht, ist aus Hamburger Sicht ein Wagnis, weil beide Seiten mit einem gehörigen Rucksack in die Beziehung gehen. Es ist aber auch eine zweite Chance, die sich ein 20 Jahre junger Mensch verdient, der einen Fehler gemacht hat. Und sei er auch noch so groß.

Rodrigo Zalazar entschuldigt sich für Auschwitz-Foto

„Als das Foto entstanden ist, war ich mir der großen Bedeutung dieses Ortes nicht bewusst“, sagte Zalazar. Auf dem Foto sieht man ihn auf den Gleisen vor dem Torgebäude des Vernichtungslagers stehen. Darunter postete er drei Party-Emoticons sowie die Ziffer „+1“ als Ankündiger für seinen Geburtstag. „Ich habe direkt um Entschuldigung gebeten und an die Gedenkstätte gespendet“, meinte der im spanischen Albacete geborene Mittelfeldspieler. „Was passiert ist, tut mir leid.“

FC St. Pauli führte Gespräche mit Rodrigo Zalazar

Nach Eintracht Frankfurt hat nun St. Pauli sofort das Gespräch mit dem Spieler gesucht und sich nach Vereinsaussage mit ihm darauf verständigt, den Dialog fortzusetzen, um ihn für diese Themen zu sensibilisieren.

Zalazar soll St. Pauli im Mittelfeld weiterhelfen

Aus sportlicher Warte soll der 19-fache U20-Nationalspieler Uruguays im zentralen Mittelfeld eine Alternative darstellen. „Ihn zeichnet ein körperbetonter, robuster Spielstil aus“, sagte Trainer Timo Schultz. „Zudem verfügt Rodrigo über einen starken Offensivdrang und einen guten Abschluss mit dem rechten Fuß.“

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