• Die Bayern-Profis Corentin Tolisso, Niklas Süle und Eric Maxim Choupo-Moting beim Training
  • Foto: imago images/Lackovic

Quarantäne-Trainingslager: Amt wirft Spielerfrauen von Bayern München aus dem Hotel!

Rausschmiss aus dem Trainingslager! Bayern Münchens Spielerfrauen müssen das Quarantäne-Quartier in Grassau am Chiemsee unverzüglich verlassen. Das ordnete das zuständige Landratsamt Traunstein an.

Der alte und neue Deutsche Meister hielt sich für besonders clever. Während die übrigen 35 DFL-Vereine ihre Kicker vorschriftsgemäß isolierten wie zuletzt zu Sepp Herbergers Zeiten, lud der Bayern-Tross die Herzdamen einfach mit ins Hotel. Meisterschaften zählen macht zu zweit ja auch viel mehr Spaß.

Quarantäne-Verstoß: Bayern-Spielerfrauen nach Hause geschickt

Dass dies gegen die allgemeinen Quarantäne-Regeln verstoßen könnte, kam den Bayern wohl nicht in den Sinn, sonst hätten sie diesen Umstand sicher nicht so augenfällig vorgezeigt. Mia san mia eben. Schon zur Münchner Gesundheitsbehörde pflegte der Verein ja immer ein freundschaftliches Verhältnis. Und die DFL hob auch den Daumen.

Landratsamt wirft Bayern-Spielerfrauen aus Quarantäne-Hotel

Doch nun griff das zuständige Landratsamt ein. „Das Landratsamt Traunstein hat Hinweise erhalten, dass im Rahmen des Trainingslagers des FC Bayern München e. V. in Grassau auch Familienangehörige und Partner der Spieler angereist sind“, zitiert die „TZ“ ein Schreiben: „Zwar ist die Durchführung derartiger Trainingslager für Berufssportler nach den aktuellen Bestimmungen grundsätzlich möglich. Nicht erlaubt ist aber, dass dabei Angehörige im Hotel untergebracht sind, die mit der Durchführung des Trainingsbetriebs nichts zu tun haben.“

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Konsequenz: Wer in den beiden letzten Bayern-Spielen in Freiburg und gegen Augsburg nichts zu tun hat, möge sich aus dem Staub machen. Für den oft beschäftigungslosen Torwart Manuel Neuer gilt das allerdings nicht, er darf sich zwischen die Pfosten stellen.

Für die Spielerfrauen hieß es also: Koffer packen! Und darauf hoffen, dass ihre gebeutelten Spieler im staatlich anerkannten Luftkurort auch mal alleine zurechtkommen.

Noch am Freitagmittag hatte sich Münchens Trainer Hansi Flick wie folgt zur Sache geäußert: „Wir haben im Vorfeld alles abgeklärt. Die Nationalspieler haben ihre Frauen und Familien dabei, die sie aufgrund der EM in 14 Tagen dann sechs oder bis zu neun Wochen nicht sehen. Deswegen wissen sie das auch sehr zu schätzen.“

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