• Der Kampf von Peter Kadiru (l.) gegen Eugen Buchmüller dauerte nur neun Minuten.
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Peinlichkeit am Ring-Rand : CDU-Politikerin blamiert sich nach Sieg von Kadiru

Erfolgreicher Neustart nach der Corona-Pause: Hamburgs Schwergewichts-Hoffnung Peter Kadiru hat auf der Magdeburger Seebühne auch seinen achten Kampf als Box-Profi gewonnen. Alles andere wäre allerdings auch eine Sensation gewesen. Und da der sehr kurzfristig eingesprungene Gegner Eugen Buchmüller aus Bremen nach der dritten Runde verletzt aufgeben musste, hielt sich die Freude bei Kadiru auch in überschaubaren Grenzen.

„Schade, denn unsere Taktik war, ihn erst ein bisschen müde zu machen und dann zuzuschlagen“, sagte der Hamburger, der den Kampf klar dominiert hatte, bevor sein schon 39-jähriger Gegner (22 Kämpfe, 16 Siege) das Handtuch warf. Das Interesse an dem Ring-Geschehen war groß. Sogar der US-Sportsender ESPN hatte übertragen, denn an der Seebühne hatten auch Zuschauer dabei sein dürfen. Rund 600 Box-Fans waren dabei – nicht alle von ihnen allerdings Insider.

CDU-Politikerin Gabriele Brakebusch sieht Ruben Wolf im Ring – als Einzige

CDU-Politikerin Gabriele Brakebusch

Gabriele Brakebusch ist seit dem 1. September 2016 Präsidentin des Landtags von Sachsen-Anhalt.

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imago images/Christian Schroedter

So war offenbar auch die Präsidentin des Landtags von Sachsen-Anhalt ganz nah am Ring dran. Gabriele Brakebusch (CDU) verlieh dann auch ihrer Freude darüber via Twitter Ausdruck. So ganz genau scheint sie aber vor, während und nach dem Kampf von Kadiru nicht hingeschaut und hingehört zu haben. Nach dem Ende des Fights twitterte sie: „Ruben Wolf musste wegen einer Schulterverletzung aufgegeben.“ Das Problem: Eben jener Wolf war zwar ursprünglich als Gegner für Kadiru vorgesehen, hatte aber verletzungsbedingt absagen müssen, was schon am Freitag bekannt wurde. Frau Brakebusch hatte das aber nicht mitbekommen und war mit ihrem Tweet in ein Fettnäpfchen gelatscht.

Peter Kadiru ist die größte deutsche Hoffnung im Schwergewicht

Der vom früheren Klitschko-Manager Bernd Bönte betreute Kadiru war da zum Glück aufmerksamer. „Es war schön, Open Air zu boxen. Die Luft tat mir gut, ich war locker und konnte den Fight früh beenden“, sagte der 23-jährige Junioren-Olympiasieger, der als größte deutsche Hoffnung im Schwergewicht gilt.

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Agit Kabayel gewinnt seinen Kampf trotz einer Verletzung an der Hand

Das dürfte auch trotz des Sieges von Agit Kabayel (27) Bestand haben. Der Europameister im Schwergewicht aus Bochum gewann den nicht besonders hochklassigen Hauptkampf des Abends gegen den Griechen Evgenios Lazaridis (32), war dabei aber auch durch eine Handverletzung gehandicapt, wie er im Anschluss an seinen 20. Sieg im 20. Kampf zu Protokoll gab.

Edison Zani feiert vierten Sieg als Profi

Erfolgreich verlief der Abend auch für einen weiteren Hamburger aus dem SES-Stall. Edison Zani (23) gewann im Superweltergewicht gegen den zuvor ungeschlagenen Maurice Morio (19) aus Worms nach Punkten, feierte damit seinen vierten Sieg im vierten Kampf. (MP)

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