• Der Sieg gegen VfB Stuttgart lässt die Hauptstädter von der Teilnahme am Europapokal träumen.
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„Neue Ziele“: Das Wunder ist nah! Jetzt träumen bei Union Berlin alle von Europa

Urs Fischer grinste und nahm seinen Trainerkollegen Pellegrino Matarazzo in den Arm, Kapitän Christopher Trimmel plauderte entspannt über Europa: Die Stimmung bei Union Berlin war nach dem nächsten Schritt in Richtung des internationalen Wettbewerbs gelöst. „Man muss sich neue Ziele stecken. Die Motivation ist da“, sagte Trimmel nach dem 2:1 (2:0) gegen den direkten Rivalen VfB Stuttgart bei Sky.

Mit nun 43 Punkten sind die leidenschaftlich aufspielenden Köpenicker fünf Spieltage vor Saisonende im Rennen um Europa noch voll dabei. „Wir haben ein schwieriges Programm. Da muss man gut durchkommen. Wir wollen in der letzten Phase natürlich da sein“, sagte Trimmel.

Prömel und Musa öffnen die Tür für Europa

Grischa Prömel (20.) und Petar Musa (43.) schossen die Berliner zum zehnten Sieg in der laufenden Spielzeit, Philipp Förster (49.) verkürzte für die Gäste. Der siebte Tabellenplatz, der schon vor der Partie zu Buche stand, könnte Union unter Umständen zur Teilnahme an der neuen Conference League reichen.

Auch die Europa League ist noch in Reichweite. „Das wäre natürlich ein Traum. Wir sind erst mal froh, dass wir den VfB auf Abstand gehalten haben. Wir nehmen es, wie es kommt. Wenn wir am Ende auf einem der Plätze stehen, wären wir super happy“, sagte Prömel.

Vor dem Spiel hatte Fischer erstmals seine Europapokal-Ambitionen deutlicher zum Ausdruck gebracht, nachdem lange nur der Klassenerhalt gezählt hatte. „Der Ansporn, sich fürs internationale Geschäft zu qualifizieren, ist da“, sagte der Schweizer.

Prömel trifft im Jubiläumsspiel

Bei Stuttgart konnte der zuletzt wegen Sprunggelenksproblemen fragliche Torjäger Sasa Kalajdzic (14 Saisontore) in Berlin doch mitwirken. Der für seine Größe von zwei Metern technisch findige Kalajdzic fiel zu Beginn immer wieder auf, obwohl sich beide Teams in der Anfangsphase schwer beim Herausspielen von Chancen taten. Die Abwehrreihen standen organisiert.

Den Treffer erzielten aber die Gastgeber – mit ihrem ersten vernünftigen Angriff. Trimmel fand mit einer butterweichen Flanke in der Mitte Prömel. Per Flugkopfball traf der Mittelfeldspieler in seinem 100. Spiel für die Köpenicker.

Trotz Stuttgarter Anschlusstreffer: Union verteidigt Führung

Nach dem Rückstand kam offensiv von Stuttgart zu wenig, dafür blieb Union gnadenlos. Kurz vor der Pause nutzten die Berliner wieder einen Fehler auf der rechten Stuttgarter Seite, Trimmel startete durch und legte flach nach innen, wo Musa nur noch einschieben musste. Es brauchte einige klare Worte von VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo in der Halbzeit, um Stuttgart aufzuwecken.

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Und dies klappte. Mit Beginn des zweiten Abschnittes präsentierte sich die Mannschaft aktiver und zielstrebiger. Das zahlte sich aus, als Kalajdzic eine Hereingabe von Marcin Kaminski auf den freien Förster ablegte, der den Anschluss besorgte. Union hatte nun mehr zu tun mit den Gästen, blieb aber auch selbst gefährlich. Einen Fernschuss von Trimmel (64.) lenkte VfB-Torwart Gregor Kobel gerade so zur Ecke. Auch Union-Star Max Kruse (73.) setzte einen spektakulären Kopfball über das Tor. (mp/sid)

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