LeBron James hält mit seiner Meinung und seinem Unmut nicht hinterm Berg.
  • LeBron James hält mit seiner Meinung und seinem Unmut nicht hinterm Berg.
  • Foto: imago images/Agencia EFE

Nach George-Floyd-Prozess: LeBron James rechnet ab – und Donald Trump kontert

Basketball-Superstar LeBron James hat sich einen Tag nach dem Schuldspruch im Prozess gegen den Ex-Polizisten Derek Chauvin erschüttert und frustriert über weitere tote Schwarze geäußert – und das rief Donald Trump auf den Plan.

„Ich bin es so verdammt leid, von der Polizei getötete schwarze Menschen zu sehen“, schrieb der 36 Jahre alte Profi der Los Angeles Lakers in einer Serie von Tweets am Mittwoch.

Am gleichen Tag war in North Carolina der 40 Jahre alte Andrew Brown Junior bei einem Einsatz der Polizei erschossen worden. Tags zuvor hatte ein Polizist in Ohio ein 16 Jahre altes schwarzes Mädchen erschossen, das Videoaufnahmen zufolge mit einem Messer bewaffnet war.

LeBron James hofft auf Rechenschaft

James löschte ein zuvor von ihm veröffentlichten Tweet mit einem Foto eines der Polizisten, der bei dem Einsatz in Ohio beteiligt gewesen sein soll, das er mit den Worten „Du bist der nächste“ und „Accountability“, was auf deutsch so viel heißt wie Rechenschaft oder Verantwortlichkeit, betitelt hatte.

„Ich habe den Tweet runter genommen, weil er dazu benutzt wurde, mehr Hass zu erzeugen. Es geht hier nicht um einen Polizisten“, schrieb James. „Es geht um das gesamte System und sie nutzen unsere Worte immer, um mehr Rassismus zu erzeugen.“ Er könne es kaum erwarten, bis es mehr Rechenschaft gebe.

Polizeigewalt in den USA: Chauvin für schuldig erklärt

Währenddessen fühlte sich der frühere US-Präsident Donald Trump von James‘ Worten offenbar zu einem Statement gezwungen. Der Basketballer der Los Angeles Lakers solle sich „auf Basketball konzentrieren, anstatt die Zerstörung der NBA zu anzuführen“, teilte Trump am Freitag mit.

Am Dienstag war der ehemalige Polizist Chauvin im Prozess nach dem Tod von George Floyd in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen worden.

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„Zu sehen, dass ein Mann ins Gefängnis kommt, weil er einen Schwarzen getötet hat, sollte nicht bedeutungsvoll sein. Aber das ist es“, hatte am Nachmittag der Trainer des NBA-Teams Philadelphia 76ers, Doc Rivers, gesagt. Rivers und James sind beide schwarz.(dpa/pia)

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