Max Verstappen beim Großen Preis von Japan
  • Max Verstappen gewann den Großen Preis von Japan.
  • Foto: imago/Motorsport Images

Weltmeister oder nicht? Riesen-Verwirrung um Verstappen-Sieg in Japan

Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat im Regenchaos von Suzuka den Großen Preis von Japan gewonnen – doch ob er damit den WM-Titel gesichert hat oder nicht, darüber gab es zunächst riesige Verwirrung. Alle dachten zunächst, die Entscheidung sei vertagt, als Verstappen plötzlich zum Titel gratuliert wurde. Grund dafür ist das verkürzte Rennen.

Im Regen von Japan wurde nicht über die volle Distanz gefahren – doch trotz des verkürzten Rennens gab es die volle Punktzahl. Das bestätigte der Weltverband unmittelbar nach dem Rennen. Damit kann Verstappen nicht mehr von Platz eins der Gesamtwertung verdrängt werden – und ist neuer Weltmeister in der Formel 1. Sogar die Fahrer selbst waren zunächst verwirrt, ob es die volle Punktzahl geben würde oder nicht.

Formel 1: Verstappen gewinnt den Großen Preis von Japan

Platz zwei bei schwierigen Bedingungen belegte Charles Leclerc im Ferrari vor Sergio Perez im zweiten Red Bull. Ein Zweikampf kurz vor der Ziellinie der beiden Piloten wurde allerdings von den Rennkommissaren noch untersucht. Sebastian Vettel steuerte seinen Aston Martin auf Position sechs, Mick Schumacher landete im Haas-Rennwagen auf Rang 18.


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Für großen Ärger sorgte derweil ein Bergekran am Streckenrand, der den vorbeirasenden französischen Fahrer Pierre Gasly zwischenzeitlich in Rage versetzt hatte. „Was macht dieser Traktor auf der Strecke“, brüllte der Alpha-Tauri-Fahrer am Boxenfunk zu seinem Team: „Ich bin direkt daran vorbeigefahren. Das ist nicht zu akzeptieren. Denkt dran, was passiert ist. Ich kann das nicht glauben.“ Er habe sich in dieser Situation umbringen können, fluchte er später und lief sauer durch das Fahrerlager.

Gasly erinnerte an den 5. Oktober 2014. Vor acht Jahren war sein guter Freund Jules Bianchi im Regen von Suzuka bei einem Horror-Unfall unter einen Abschleppkran gekracht. Er hatte sich schwerste Kopfverletzungen zugezogen, im folgenden Sommer 2015 war Bianchi an den Folgen gestorben. Es war der bislang letzte Todesfall der Formel 1.

Ärger um Bergekran mit Pierre Gasly bei Formel-1-Grand-Prix

Nach dem Start des Großen Preises in diesem Jahr ereignete sich der Zwischenfall mit Gasly und dem Bergekran in der zweiten Runde. Allerdings war das Rennen zu diesem Zeitpunkt bereits mit der Roten Flagge unterbrochen worden. Gasly wollte aber noch zum Feld aufschließen und fuhr nach einem Boxenstopp an dieser Stelle wohl viel zu schnell. Der Weltverband leitete eine Untersuchung des Vorfalls ein und warf Gasly vor, trotz Roter Flaggen bis zu 250 Stundenkilometer auf der nassen Strecke gefahren zu sein. Gasly droht deswegen eine Strafe.

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Der Franzose hätte extrem vorsichtig fahren müssen, auch weil er wusste, dass es an der Stelle eine Runde zuvor einen Unfall gegeben hatte. Ihm hätte klar sein müssen, dass zumindest die Chance bestand, dass Bergungsfahrzeuge oder Personen auf dem Kurs sind. Mehrere Fahrer teilten allerdings den Ärger von Gasly. “Wir werden darüber sprechen müssen, warum dieser Kran auf der Strecke war”, sagte Williams-Pilot Alexander Albon bei Sky.

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