Max Verstappen beim Grand Prix in Russland
  • Max Verstappen muss im nächsten Rennen vom letzten Platz aus starten.
  • Foto: Getty/Mark Thompson

Alles nur Taktik? WM-Spitzenreiter Verstappen startet als Letzter

Die Gefahr eines erneuten Startcrash zwischen den WM-Rivalen Max Verstappen (23) und Lewis Hamilton (36) ist gebannt. Red Bull selbst nimmt seinen Heißsporn aus der Schusslinie des Mercedes-Weltmeisters – per Motorwechsel!

Weil am Verstappen-Auto ein neuer Honda-Antrieb eingebaut wird, muss der WM Spitzenreiter (fünf Punkte vor) den Großen Preis von Russland (Sonntag, 14 Uhr, Sky) vom Ende des Feldes in Angriff nehmen.
Da das Höchstmaß von drei Motoren pro Saison damit überschritten wurde, erwartet Verstappen eine entsprechende Rückversetzung.

Christian Horner nennt Taktikgründe – Mercedes hängt Red Bull in Sotschi ab

Eine taktische Entscheidung von Red-Bull-Teamchef Christian Horner (47): Aufgrund des nach Meinung der Rennkommissare von „Mad Max“ ausgelösten Unfalls mit Hamilton beim letzten Rennen in Monza wäre er in Sotschi ohnehin um drei Startplätze zurückversetzt worden. Zudem hat Mercedes auf der Piste im Olympischen Park Vorteile, seit 2014 gewannen die Silberpfeile hier jedes Rennen: Hamilton (2014, 2015, 2018, 2019), Nico Rosberg (2016), Valtteri Bottas (2017, 2020).

Bei noch acht Rennen wäre Verstappen ohnehin nicht ohne weiteren Motorwechsel durch die Saison gekommen. In einem Rennen, in dem die Chancen ohnehin gering sind, nimmt Horner die Rückversetzung nun bewusst in Kauf: „So stehen wir gut da für den Rest des Jahres.“ Die WM-Führung könnte Verstappen damit aber verlieren: Momentan liegt er lediglich fünf Punkte vor Hamilton.

Vertsappen kann im Qualifying zum Faktor werden – Schlechtes Wetter kann für Probleme sorgen

Aber auch von ganz hinten ist mit Verstappen zu rechnen, zumal das Wetter an der Schwarzmeer-Küste das Qualifying und Rennen gehörig durcheinander wirbeln könnte. Für Samstag ist anhaltender Starkregen angesagt, so dass die Qualifikation auf Sonntag verschoben werden könnte.

Alpine-Altmeister Fernando Alonso (40) befürchtet: „Die Aussichten sind nicht so gut; ich hoffe, wir erleben kein zweites Belgien.“ In Spa konnte das Qualifying nur mit Mühe gefahren werden, Williams-Youngster George Russell (23) raste sensationell auf Rang zwei. Das Rennen wurde mehrmals verschoben und endete nach nur zwei Runden hinter dem Safety-Car – Sieger Verstappen.

Hamilton mit nächster Psycho-Attacke – Mercedes und Red Bull bleiben gelassen

Hamilton freute nicht nur dessen Motorwechsel, sondern legte auch im Psychokrieg nach. Er mutmaßte, dass der Titelkampf Verstappen zunehmend an die Nerven geht. „Ich bin so nervös, ich kann kaum schlafen“, konterte der „fliegende Holländer“ grinsend. „Diese Kommentare zeigen nur, dass er mich überhaupt nicht kennt. Aber das muss er auch nicht.“

Das könnte Sie auch interessieren: Brisanter Bericht: Timo Werner hatte schon Vertrag beim FC Bayern unterschrieben

Folgt nach Silverstone und Monza nun in Sotschi ihr dritter Crash? „Sie fahren um eine Fahrer-WM. Man kann keine Samthandschuhe erwarten, deswegen werden solche Situationen passieren“, sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff (49): „Die beiden wissen, was sie tun, sie haben es unter Kontrolle.“ Auch Verstappen-Boss Horner befürchtet: „Wenn man zwei Fahrer mit so einer Mentalität hat, gibt es eben Zwischenfälle.“

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp