Lewis Hamilton und Max Verstappen
  • Formel-1-Pilot Max Verstappen konnte sich nach dramatischem Finish den WM-Titel sichern.
  • Foto: imago/Motorsport Images

Pressestimmen zum Formel-1-Finale: „Tiefpunkt“ und „EM-Sieg 1988“

Max Verstappen hat zum ersten Mal den Formel-1-Titel geholt und Weltmeister Lewis Hamilton entthront. Der 24 Jahre alte Niederländer machte seinen Triumph am Sonntag im Red Bull mit einem dramatischen Sieg beim Saisonfinale in Abu Dhabi perfekt. 

Nach dem ereignisreichen Schlussakt inklusive anschließendem Protest durch Mercedes waren selbstverständlich auch die internationalen Gazetten in heller Aufruhr.

Holland feiert Verstappen: „Wie EM-Sieg 1988!“

Vor allem in den Niederlanden ist die Begeisterung über den Sieg von Landsmann Verstappen riesig. So scheut „NRC“ den Vergleich mit einigen der größten Sport-Triumphe des deutschen Nachbarlandes nicht: „Dieser Titel gehört in dieselbe Kategorie wie der EM-Sieg der Fußball-Nationalmannschaft 1988, wie Richard Krajiceks Triumph in Wimbledon 1996 und Joop Zoetemelks Sieg bei der Tour de France 1980.“


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Für „De Telegraaf“ war Verstappens erster WM-Erfolg derweil nur der Anfang: „Max Verstappen hat die Formel 1 seit seiner Ankunft auf den Kopf gestellt. Nun ist er nach sieben Jahren Weltmeister – es muss der Auftakt sein für weitere Erfolge.“

„Neuer Tiefpunkt“: Englische Presse wütet nach Hamilton-Pleite

Weitaus weniger begeistert vom letztendlichen Resultat sind die Medien dagegen in der englischen Heimat von Lewis Hamilton. Die „Sun“ spricht von einem der umstrittensten Schlussakte des Sports und schreibt: „Für die Formel 1 ist es zur Gewohnheit geworden, sich selbst in den Fuß zu schießen, doch dieses Mal benutzte sie einen Raketenwerfer.“ Auch der „Guardian“ ist skeptisch bezüglich der Korrektheit des Verstappen-Sieges, schreibt von „einer riesigen Kontroverse, die seinen Titel immer noch etwas zweifelhaft macht.“

Auch für „The National“ aus Abu Dhabi hat das Rennergebnis einen faden Beigeschmack: „In einem bitteren Kampf über neun Monate, 22 Rennen und vier Kontinente kam es zum Schrott auf der letzten Runde. Eine Weltmeisterschaft, die nicht auf der Strecke fertig gebracht wurde, sondern vor den Rennkommissaren und Anwälten, die mithörten.“

International: Verstappen hat „Hamiltons Flügel gestutzt“

Für die „L‘Equipe“ wurden Hamilton durch den Verstappen-Sieg die „Flügel gestutzt“, die Niederlage für den Engländer sei „der Beweis, dass Britannien weder unschlagbar noch unfehlbar ist.“ Die spanische „Marca“ spricht vom „Mythos Hamilton“ der gestürzt wurde.

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Die österreichische „Kronen Zeitung“ ist ebenfalls begeistert von Verstappens Leistung – vor allem im Hinblick auf dessen Alter: „Selten hat ein Formel-1-Fahrer schon in ganz jungen Jahren sein Talent so eindrucksvoll unter Beweis gestellt wie Max Verstappen.“ (kk/dpa)

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