Mick Schumacher zeigte im vorletzten Rennen der Formel 2-Saison in Bahrain eine bemerkenswerte Aufholjagd und hat den Titel damit so gut wie sicher.
  • Mick Schumacher zeigte im vorletzten Rennen der Formel 2-Saison in Bahrain eine bemerkenswerte Aufholjagd und hat den Titel damit so gut wie sicher.
  • Foto: imago images/Sven Simon

Nach Mega-Aufholjagd: Mick Schumacher hat Formel-2-Titel fast sicher

Sakhir –

Seinen Formel-1-Traum hat sich Mick Schumacher (21) schon mit der Haas-Verpflichtung erfüllt, am Sonntag kann er sich auch zum Formel-2-Champion krönen. Nach einer starken Aufholjagd vom 18. auf den siebten Platz und zwei Zusatzpunkten für die schnellste Rennrunde hat er vor dem WM-Finale (13.20 Uhr/live bei Sky) 14 Punkte Vorsprung auf seinen britischen Rivalen Callum Ilott (22).

Im Sprintrennen startet Mick wegen der Reverse-Grid-Regel als Zweiter – direkt vor seinem Ferrari-Junior-Rivalen, der Sechster wurde. Ilott muss gewinnen (15 Punkte) und auf einen Nuller von Mick hoffen, um ihm den WM-Titel doch noch entreißen zu können.

Mick Schumacher zeigte sich nach dem Qualifying selbstkritisch

Dass der Sohn von Michael Schumacher (51) den Titel nicht schon im Hauptrennen klar machen konnte, lag aber einmal mehr an seiner Schwäche im Qualifying. Nach einem zu forschen Überholmanöver kollidierte er mit dem Israeli Roy Nissany (26) und strandete auf Rang 18. Danach war der ehrgeizige Blondschopf sauer auf sich selbst: „Enttäuschender Tag mit Platz 18. Wir können nur nach vorne gucken und es im Rennen besser machen.“

Mick Schumacher mit überragender Aufholjagd

Das tat Mick mit Bravour. Der in dieser Saison fast immer gut startende Prema-Pilot machte direkt zwei Plätze gut und kämpfte sich in den ersten Runden an Unfallgegner Nissany vorbei bis auf Rang zwölf. Nach einem langen ersten Stint kam er nach seinem ersten Reifenwechsel auf elf zurück und überholte auf frischen Reifen einen Konkurrenten nach dem anderen bis auf Rang sieben.

Yuki Tsunoda aus Japan gewinnt das Rennen

Das Rennen gewann der japanische Red-Bull-Junior Yuki Tsunoda (20) vor Guanyu Zhou (21) und Micks künftigem Haas-Teamkollegen Nikita Mazepin (21). Gegen den Russen, der in der Schlussrunde den schnelleren Felipe Drugovich (20) abdrängte und deshalb noch die Rennkommissare auf den Plan rief, darf sich Mick diese Quali-Schwächen nicht mehr leisten, wenn er eine große Formel-1-Karriere starten will.

Ferrari lässt Konstrukteur Resta zu Haas ziehen

In der Königsklasse bekommt Mick aber wichtige Unterstützung von Ferrari. Teamchef Mattia Binotto (51) schickt seinen Konstrukteur Simone Resta (50) zum US-Kundenteam. Haas-Teamchef Günther Steiner (55) freut’s: „Wir müssen unser technisches Team verstärken, weil wir da eine Rückwärtsbewegung in der Pandemie-Zeit gemacht haben.“

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Bei Haas trifft Mick zudem auf zwei Mechaniker, die einst bei Ferrari schon mit Vater Michael gearbeitet haben: Maurizio Barbieri und Leonardo Di Biase seien laut Steiner emotional besonders berührt von der Ankunft des Schumi-Sohnes.

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