• Riesenslalom-Experte Stefan Luitz im Februar 2020 in Chamonix
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Mit Testlabor, ohne Zuschauer: So läuft der Start in die Wintersport-Saison

Wenn die alpinen Ski-Asse am Wochenende in Sölden beim Riesenslalom den Rettenbachgletscher hinab rasen, beginnt nicht nur der Kampf um Siege, Punkte und funkelnde Kristallkugeln. Die Weltcup-Saisoneröffnung in Tirol ist auch der erste Test, ob sich der Skizirkus gegen Corona behaupten kann.

Strenge Hygieneregeln, viele Tests, eindringliche Appelle. „Wir haben eine Mission: Wir müssen Rennen fahren. Heuer geht es ums Überleben“, verkündete Herren-Rennchef Markus Waldner. Bundestrainer Christian Schwaiger spricht von einer „Existenzfrage, was im Winter passiert“.

Ski-Weltcup: Ein mobiles Corona-Labor steht vor der Piste

Auf den Gletscher im Ötztal darf nur, wer einen negativen Corona-Test vorweisen kann; vor Sölden wurde ein mobiles Labor aufgebaut. Es gibt vier „Blasen“ für Teams, Staff, Medien und spezielle Gäste, die keinen direkten Kontakt zueinander haben dürfen. Fans an der Strecke sind nicht erlaubt.

Deutsche Hoffnung Luitz: „Ich muss die Drecksau sein“

„In der aktuellen Situation ist es für alle Beteiligten besser, wenn keine Zuschauer dabei sind. Für uns Sportler ist es aber natürlich brutal schade“, sagte der deutsche Riesenslalom-Hoffnungsträger Stefan Luitz, dessen letzter Sieg allerdings fast zwei Jahre her ist. „Ich muss wieder ein bisschen mehr die Drecksau sein“, hat er sich für das morgige Rennen vorgenommen. Eine schwere Verletzung Anfang 2019 ließ ihn in der Folgezeit zu sehr auf Sicherheit fahren. „Jetzt bin ich wieder der Chef“, ist der 28-Jährige guter Dinge.

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Die Frauen starten bereits heute in die Saison, nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg sind dort keine deutschen Spitzenplatzierungen zu erwarten. (FH)

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