DSV-Präsident Marco Troll entschuldigte sich für die Missbrauchs-Vorwürfe und erklärte die interne Behebung der Probleme.
  • DSV-Präsident Marco Troll entschuldigte sich für die Missbrauchs-Vorwürfe und erklärte die interne Behebung der Probleme.
  • Foto: picture alliance/dpa/Badischer Schwimm-Verband e.V.

Missbrauchs-Vorwürfe im Schwimmen: DSV-Präsident bittet um Entschuldigung

Nach den zuletzt öffentlich gewordenen Missbrauchs-Vorwürfen gegen den ehemaligen Bundestrainer Stefan Lurz entschuldigte sich der Präsident des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nun öffentlich. Präsident Marco Troll räumte dabei interne Versäumnisse und Fehler ein.

„Nach unserem derzeitigen Erkenntnisstand sind in der Vergangenheit offenbar nicht immer alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen worden, um potenzielle Opfer und damit auch alle anderen Aktiven, darunter viele Schutzbefohlene, zu schützen“, schrieb Troll im Editorial des Verbands-Magazins „Swim and More“: „Wir möchten uns an dieser Stelle deshalb aufrichtig bei all diesen Personen im Namen des gesamten Verbandes entschuldigen.“

Schwimmen: DSV-Präsident entschuldigt sich nach Missbrauchs-Vorwürfen 

Troll, der Ende des vergangenen Jahres zum neuen Präsidenten des 580.000 Mitglieder starken Verbandes gewählt worden war, kündigte eine lückenlose Aufklärung und konkrete Konsequenzen an: „Personen, die nicht alles in ihrer Macht Stehende tun, um dieser enormen Verantwortung gerecht zu werden, sind für uns als Verband nicht tragbar.“

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Die von Troll benannten Versäumnisse und Fehler sollen nun in Person von Franka Weber und Michael Angele aufgearbeitet werden. Weber ist leitende Neuropsychologin der August-Bier-Klinik in Bad Malente und seit 2020 ehrenamtlich als Beauftragte für Prävention sexualisierter Gewalt im DSV tätig. Angele ist selbstständiger Rechtsanwalt für Strafrecht und Sportrecht in Trier und berät den Schwimm-Verband ehrenamtlich als Good-Governance-Beauftragter.

Der DSV-Vorstand sagte beiden zu, „dass alle zur Verfügung stehenden Mittel genutzt werden dürfen und sollen, um potenzielle Fälle sexualisierter Gewalt im Verband aufzuarbeiten“. (sid/abin)  

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