Ratlos: Lucien Favre und der BVB haben den Titel wohl verspielt.
  • Ratlos: Lucien Favre und der BVB haben den Titel wohl verspielt.
  • Foto: Fromme/Firo/Pool/Witters

Meistertitel futsch: Wirft der BVB-Trainer hin? Jetzt spricht Lucien Favre!

Nach dem 0:1 im Topspiel gegen Bayern München wird Borussia Dortmund auch in dieser Saison sehr wahrschenlich nicht Meister. Mit einem angekündigten Statement hat BVB-Trainer Lucien Favre jetzt einen vorzeitigen Abschied angedeutet. Der Schweizer fühlt sich aber falsch verstanden, wie er am Tag nach dem Spiel erklärte.

Favre will sich nach dem Saisonende grundlegend über anhaltende Kritik an seiner Arbeit bei Borussia Dortmund äußern.

BVB: Trainer Lucien Favre äußert sich zu Zukunft

Dass er nicht fähig sei, den BVB zum Titel zu führen, „das sagt man hier seit Monaten“, antwortete der Schweizer auf eine entsprechende Frage eines Sky-Reporters nach dem Spiel: „Ich werde in ein paar Wochen darüber sprechen.“ Sein Vertrag läuft noch bis 2021.

Er lese zwar keine Zeitungen, aber: „Ich weiß, wie es geht“, sagte Favre.

Am Mittwoch klärte der Coach dann auf: „An Aufgeben denke ich überhaupt nicht. Gestern waren wir alle enttäuscht, meine Worte im Interview direkt nach dem Spiel scheinen aber vielfach falsch verstanden worden zu sein.“

BVB-Trainer Favre fühlt sich falsch verstanden

Favre stellte klar: „Was ich nur auf entsprechende Fragen hatte antworten wollen, war: Jetzt ist nicht die Zeit, um die Saison zu bilanzieren. Warum auch? Schon am Sonntag in Paderborn müssen wir wieder eine Top-Leistung schaffen. Darauf müssen wir uns konzentrieren, auf nichts anderes.“

Der 61-Jährige hat beim BVB schon häufiger in der Kritik gestanden, auch in der Hinrunde der laufenden Saison.

Dann jedoch startete der BVB eine Serie, er gewann neun von zehn Liga-Spielen, darunter auch die ersten beiden nach der Corona-Zwangspause.

Lucien Favre: Matthäus bringt Kovac als Nachfolger beim BVB ins Spiel

Nun aber ist die Titelchance angesichts von sieben Punkten Rückstand auf den FC Bayern bei sechs ausstehenden Spielen minimal.

Sky-Experte Lothar Matthäus brachte gleich den einstigen Bayern-Coach Niko Kovac als neuen BVB-Trainer ins Gespräch. Die „Bild“ berichtete noch in der Nacht von angeblichen Kontakten der Vereinsführung zu einem Nachfolger bereits vor Monaten.

BVB-Boss Watzke: Keiner Trainerdiskussion

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke reagierte deutlich. „Es gibt aktuell überhaupt keinen Anlass für eine Trainerdiskussion“, sagte der BVB-Geschäftsführer den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“.

„Wir spielen eine sehr, sehr gute Rückrunde, hatten vor dem Spiel 27 von 30 Punkten geholt, sind überall gelobt worden. Lucien Favre lag nichts ferner, als jetzt eine Diskussion loszutreten.“

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