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  • Grischa Prömel packt Max Kruse „herzlich“ am Kragen: Kurz zuvor hat Kruse bei seinem Debüt für Union Berlin gleich gegen Mainz zum 1:0 getroffen.
  • Foto: picture alliance/dpa

Mainzer Krise verschärft sich: Max Kruse feiert Traum-Debüt für Union

Angetrieben vom glänzend aufgelegten Max Kruse hat der 1. FC Union Berlin die Krise des FSV Mainz 05 beim Debüt von Interimscoach Jan-Moritz Lichte massiv verschärft. Die Eisernen feierten beim 4:0 (1:0) am Freitagabend den ersten Saisonsieg und ihren höchsten Erfolg in der Bundesliga. Sie untermauerten dabei auch eindrucksvoll den zuletzt gezeigten spielerischen Aufwärtstrend.

Kruse (13. Minute) bei seinem ersten Starteinsatz für Union, Marcus Ingvartsen (49.), Marvin Friedrich (63.) und der kurz zuvor eingewechselte Joel Pohjanpalo (64.) erzielten vor etwa 4500 euphorischen Zuschauern im Stadion an der Alten Försterei die Tore. Ein Viererpack war Union in der Bundesliga bislang noch nie gelungen.

Die erschreckend harmlosen Mainzer kassierten die dritte Niederlage im dritten Spiel und müssen nach der nun anstehenden Länderspielpause dringend einen grundlegenden Neuanfang starten.

Coup von Union-Trainer Fischer: Kruse sofort in der Startelf

Union-Trainer Urs Fischer hatte geblufft. Von Kruse in der Startelf war keine Rede gewesen. Mit der Nominierung sei seine Ansicht, dass er fit genug sei, belegt. „Jetzt gilt es, von Beginn an zu zeigen, wofür wir ihn verpflichtet haben“, sagte der Schweizer kurz vor dem Anpfiff bei „Dazn“ über den Ex-Nationalspieler.

Und Kruse zeigte es. Den ersten sehenswerten Union-Angriff über Robert Andrich und Sheraldo Becker vollendete er per Kopfball zur Führung. Durch seine eiserne Tor-Premiere hat der 32-Jährige nun für sechs verschiedene Bundesliga-Clubs getroffen.

Keine Rede von Knöchelblessur: Kruse stürmt wie in guten Zeiten

Doch Kruse zeigte sogar mehr. Als die Mainzer einmal schnell nach vorne stießen, sprintete der Mittelstürmer (20.) zurück in den eigenen Strafraum als hätte es die langwierige Knöchelblessur nie gegeben.

Dieses Kollektivbewusstsein kommt an in Köpenick. Nach einem weiteren Union-Konter (27.) über Becker hätte Kruse fast vor der Pause noch nachgelegt. Auch Nico Schlotterbeck (30.) bot sich die Chance zum zweiten Tor.

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Und Mainz? Lichte hatte das Team nach den Querelen und Turbulenzen und der Ablösung seines einstigen Chefs Achim Beierlorzer kaum verändert. Für den zum VfL Wolfsburg abgewanderten Ridle Baku, den gesperrten Moussa Niakhate und Barreiro Martins rückten Philipp Mwene, Alexander Hack und Pierre Kunde ins Team. Die unveränderte Offensive konnte Unions solide Abwehr nicht überraschen. Für Torwart Andreas Luthe, der den Vorzug vor Liverpool-Leihgabe Loris Karius bekommen hatte, wurde es bis zur Halbzeitpause nicht einmal brenzlig.

Lange behielt Lichte seine Spieler in der Kabine. Der erhoffte Effekt verpuffte schnell. Ingvartsen konnte nach Flanke von Christopher Trimmel recht frei zum zweiten Tor einschieben. Auch Friedrich wurde bei seinem Kopfballtreffer nicht gestört. Und wenige Sekunden, nachdem Pohjanpalo für den nun erschöpften Kruse aufs Feld gekommen war, stocherte der Finne den Ball zu seinem Premierentreffer ins Tor. Mainz hatte sich schon vor dem Doppelschlag längst aufgegeben.

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