Rouven Schröder bleibt in der Personalie Adam Szalai hart.
  • Rouven Schröder bleibt in der Personalie Adam Szalai hart.
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Mainz-Eklat: Szalai bleibt suspendiert – Spieler-Streik „einzigartige Situation“

Mainz 05 war in den vergangenen Jahren nicht zwingend als Skandalklub bekannt. Die Ereignisse vom Mittwochnachmittag, als die gesamte Mannschaft wegen der Suspendierung von Adam Szalai in den Streik trat und dem Training fernblieb, sorgten für mächtig Trubel bei den Nullfünfern. Jetzt haben die Bosse Klartext gesprochen.

„Sicherlich ist gestern etwas passiert, das für alle, die Fußball leben und lieben sehr, sehr unangenehm ist“, sagte Sportvorstand Rouven Schröder am Donnerstagmittag. Der 44-Jährige berichtete: „Mit einer Nacht Schlaf ist uns bewusst geworden, dass es eine einzigartige Situation ist.“

Mainz bleibt hart: Zoff-Profi Szalai bleibt suspendiert 

Weil sich Mainz-Trainer Achim Beierlorzer und Schröder kurz vor Ende des Transferfensters dazu entschlossen hatten, Stürmer Szalai vom Training auszuschließen, streikte die komplette Mannschaft.

Schröder betont, dass die Ausbootung Szalais rein sportlicher Natur sei – und es nicht wie zuletzt kolportiert wurde, wegen eines Streits um ausstehende Gehälter. „Adam haben der Trainer und Ich bereits im Sommer mitgeteilt, wie die Situation ist. Wir haben ihm mitgeteilt, dass es für ihn schwierig wird und ihm die Situation klar mitgeteilt. Dass er sich einen Verein suchen kann, auch im Hinblick auf die EM 2021.“

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Szalai, Kapitän der ungarischen Nationalmannschaft, kehrte erst im letzten Sommer nach Mainz zurück, wo er bereits zwischen 2010 und 2013 erfolgreich kickte. Sein Arbeitspapier läuft noch ein Jahr – eine Zukunft in Mainz hat er trotz der Unterstützung der Teamkollegen nicht. „Es geht so weiter, wie wir es entschieden haben. Es bleibt dabei“, sagte Schröder.

Mainz 05: Spieler sollen nach Streik wieder trainieren

Ein Bild mit Symbolcharakter: Die Mainzer Mannschaft steht zu Adam Szalai (oben, 2. v. r.).

Ein Bild mit Symbolcharakter: Die Mainzer Mannschaft steht zu Adam Szalai (oben, 2. v. r.).

Foto:

imago images/Martin Hoffmann

Beierlorzer, der Szalai noch im Pokalspiel bei Havelse nach einer Stunde eingwechselt hatte (Szalai traf zur Mainzer Führung), erklärte: „Wir hatten viele Länderspielabstellungen, Adam war früher zurück als andere. Zu dem Zeitpunkt war er Bestandteil des Kaders. Jetzt wollen wir jungen Talenten die Chance geben.“

Am Donnerstagnachmittag wollen die Mainzer ihre Vorbereitung auf den 2. Spieltag beginnen. Die Mannschaft kehrt nach Gesprächen zwischen Schröder und dem Mannschaftsrat zurück – Szalai wird nicht dabei sein.

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