Larissa Mühlhaus (l.) ist mit vier Treffern die erfolgreichste HSV-Torschützin.
  • Larissa Mühlhaus (l.) ist mit vier Treffern die erfolgreichste HSV-Torschützin.
  • Foto: WITTERS

Erst Derbysieg, dann Aufstieg: So planen die HSV-Frauen ihre Zukunft

Am Samstag (14.30 Uhr) steigt ein Stadtderby, bei dem der HSV tatsächlich klarer Favorit ist. In der Frauen-Regionalliga reisen die Kickerinnen des FC St. Pauli als Außenseiterinnen nach Ochsenzoll – weil der HSV nach langer Durststrecke den Weg zurück in den Spitzenfußball eingeschlagen hat.

„Wir wollen in den nächsten drei Jahren zurück in die Bundesliga kommen“, sagt Catharina Schimpf. Die einstige Erstliga-Spielerin des HSV ist seit Juli Frauenfußball-Koordinatorin beim Rauten-Klub: „Ziel ist, wieder die Macht im Norden zu werden. Der Verein, zu dem Frauen und Mädchen kommen, um erfolgreich Fußball zu spielen.“

Derby zwischen HSV und St. Pauli am Samstag in der Frauen-Regionalliga

Die ersten Etappenziele nach der unrühmlichen Bundesliga-Abmeldung 2012 sind erreicht. 2019 gelang der Aufstieg in die Regionalliga Nord, dort hat der HSV bislang alle fünf Spiele gewonnen. St. Pauli ziert mit einem Pünktchen das Tabellenende. Beste HSV-Schützin ist ausgerechnet Larissa Mühlhaus, die von 2012 bis 2019 für St. Pauli gespielt hat.

„Mehr Kraft in den Frauenfußball“: Der HSV will zurück in die Bundesliga

„Der Verein hat sich entschieden, wieder mehr Kraft in den Frauenfußball zu investieren“, erklärt die 31-jährige Schimpf den HSV-Aufschwung. Der 2018 entworfenen Zehnjahresplan ist trotz Corona nach oben korrigiert worden, das aktuelle Team erfüllt trotz des geringen Durchschnittsalters (19,7 Jahre) bislang alle Erwartungen. „Es ist eine bewusste Entscheidung, mit dem Nachwuchs zu arbeiten“, sagt Schimpf. 

Die ehemalige Bundesliga-Spielerin Catharina Schimpf ist seit Juli 2021 Frauenfußball-Koordinatorin beim HSV.
Die ehemalige Bundesliga-Spielerin Catharina Schimpf ist seit Juli 2021 Frauenfußball-Koordinatorin beim HSV.

Spielerinnen wie Marlene Deyß, Paulina Bartz und Svea Stoldt könnten auch noch in der U17-Bundesliga spielen, ein Einsatz in der Frauen-Regionalliga bringt die Talente aber weiter. Die HSV-Juniorinnen treten am Samstag zum Spitzenspiel beim VfL Wolfsburg an. „Dort geht es um Entwicklung“, skizziert Schimpf: „Das wird ein hochwertiges Spiel, darauf freuen wir uns.“

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Die Saison der Frauen wird derweil lang. Für den Sprung in die Zweite Liga muss der HSV nicht nur die Regionalliga gewinnen, sondern danach im Juni auch Aufstiegsspiele gegen andere Drittliga-Meisterinnen. Der nächste Schritt ist ein Sieg am Samstag, der auch eine kleine Revanche wäre. Das letzte Derby fand am 3. November 2019 an der Feldstraße statt, es endete torlos. Das ist bei der Neuauflage nicht unbedingt zu erwarten.

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