Leere Ränge in der Red Bull Arena während des 33. Spieltages der Saison 2019/2020 gegen Borussia Dortmund
  • Leere Ränge in der Red Bull Arena während des 33. Spieltages der Saison 2019/2020 gegen Borussia Dortmund
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Leipzig macht es vor: Bundesliga-Spiele bald wieder mit 20.000 Fans?

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie mussten die Zuschauer den Stadien fernbleiben. Doch schon zur nächsten Saison könnte damit Schluss sein. Als erster Bundesligist hat RB Leipzig vom Gesundheitsamt die Erlaubnis für eine Rückkehr der Fans in das Stadion bekommen. Sofern es die Neuinfektionen ermöglichen, könnten bereits im September bis zu 20.000 Zuschauer in die Red Bull Arena strömen.

Ist das der erste Schritt in Richtung Normalität? Auf SID-Anfrage teilte die Stadt Leizig mit, dass RB Leipzig dem Gesundheitsamt ein tragfähiges und geeignetes Hygienekonzept vorgelegt hat, welches das Infektionsgeschehen deutlich reduzieren könnte. „Aus diesem Grund hat das Gesundheitsamt das Hygienekonzept von RB Leipzig bestätigt“, so die Stadt Leipzig weiter.

Viele wichtige Kriterien, die erfüllt werden müssen

Das Konzept beinhaltet neben einer Stadionauslastung von maximal 50 Prozent natürlich weitere Kriterien. So berichtet die „Bild“, dass keine Speisen an die Zuschauer verkauft werden, alkoholische Getränke aber erworben werden können. Die Plätze links und rechts neben den Fans müssen leer bleiben, die Anreise soll im Idealfall nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen. Auch personalisierte Tickets sind Bestandteil des Konzepts.

Bayern, BVB und Köln könnten folgen

Nach Bild-Informationen seien neben Leipzig auch Bayern München, Borussia Dortmund sowie der 1. FC Köln mit den Planungen ihres Konzepts weit vorangekommen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hielt sich mit einer Bewertung der Entwicklungen allerdings zunächst zurück.

DFL-Boss Seifert: „Es kann keine Lösung von der Stange geben“

Anders als etwa beim Konzept für den Restart der zurückliegenden Saison ist es unmöglich, ein für alle Vereine gültiges Konzept in der DFL-Zentrale in Frankfurt/Main zu erstellen. Das hatte bereits DFL-Boss Christian Seifert bekräftigt, als er lediglich von einem groben „Leitfaden“ der DFL sprach, der dann von jedem Klub mit „standortspezifischen Inhalten“ ergänzt werden müsse. „Es kann keine Lösung von der Stange geben“, sagte Seifert.

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Vor allem das Thema personalisierte Tickets will die DFL nicht in ihr übergreifendes Konzept aufnehmen und die Entscheidung den Vereinen überlassen.

Volle Stadien in weiter Ferne

Gerade die Stadionauslastung könnte bei jedem Verein unterschiedlich ausfallen. So plant der BVB angeblich mit einer Auslastung im Signal Iduna Park von einem Drittel, was etwa 28.000 Zuschauern entspräche. „Wer von vollen Stadien träumt, der kann noch ein bisschen weiterträumen“, sagte am Dienstag BVB-Boss Hans-Joachim Watzke, der sich dennoch optimistisch zeigte: „Ich bin hoffnungsfroh, dass ein Teil der Fans wieder zugelassen werden kann.“

Voraussetzung für die zumindest halbvollen Stadien ist eine weitere positive Entwicklung der Infektionszahlen und ein schlüssiges Konzept. (nis/sid)

 

 

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