• Dem norwegischen Biathleten Sturla Holm Lägreid wird Doping mit Asthma-Medikamenten unterstellt.
  • Foto: imago images/Eibner

„Kranke Menschen“: Schwere Vorwürfe gegen neuen Biathlon-Superstar

Der russische Ex-Biathlet Dmitry Vasilyev äußert große Zweifel an der Entwicklung von Norwegens neuem Superstar Sturla Holm Lägreid. Generell zweifelt er an Norwegens Erfolgen. Der norwegische Biathlon-Nationaltrainer wehrt sich online gegen die Vorwürfe.

Vasilyev hat im russischen Nachrichtenportal „Sports Daily“ starke Zweifel daran geäußert, dass die Entwicklung von Lägreid mit rechten Dingen zugegangen ist. „Für mich ist es schwierig einzuschätzen, was Lägreid gemacht hat, um von einem mittelmäßigen Athleten plötzlich zu einem Star zu werden. Es drängen sich mir einige Fragen auf, und ich möchte gerne Antworten hören“, sagte Vasilyev.

„Die wichtigste dieser Fragen ist, wann die Grenze der therapeutischen Ausnahmen überschritten ist. Wir wissen, dass die kränksten Menschen auf diesem Planeten die norwegischen Langläufer und Biathleten sind. Und trotzdem gewinnen sie alles“, so der 58-Jährige.

Ehemaliger Olympiasieger wirft Sturla Holm Lägreid Doping vor

Der zweimalige Olympiasieger spielt damit auf die Vorwürfe an, dass sich Norwegens Langläufer und Biathleten therapeutische Ausnahmen genehmigen lassen (vor allem Asthma-Medikamente), um so Leistungssteigerungen herbeizuführen.

Lägreid hatte hinter Landsmann Johannes Thingnes Bö nur knapp den Gesamtweltcupsieg verpasst, nachdem er in der vergangenen Saison noch kaum im Weltcup zum Einsatz gekommen war.

Vasilyev klagt an: „Die therapeutischen Ausnahmen sind die größte Hilfe, damit die Norweger große Champions werden.“

Norwegen-Trainer Siegfried Mazet wehrt sich

In Norwegen kamen die Vorwürfe gar nicht gut an. Vor allem Siegfried Mazet, der Trainer der norwegischen Biathleten, reagierte öffentlich erbost und schoss auf Twitter zurück.

„Sturla Lägreid oder einen anderen Athleten, den ich trainiere, des Dopings zu bezichtigen, ist eine Beleidigung meiner Arbeit. Mister Vasiliev, wenn du aus einem Land kommst, das eine bestimmte Vergangenheit hat, wäre es wirklich besser, die Klappe zu halten. Nächstes Thema“, twitterte Mazet.

Russland wurde mehrfach für staatlich organisiertes Doping bestraft. Bis Dezember 2022 dürfen russische Athleten zudem sportartenübergreifend bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften nur als neutrale Teilnehmer antreten.

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Im Gespräch mit russischen Medien erklärte Mazet, dass „kein Sportler aus meiner Mannschaft Arzneimittel gegen Asthma benutzt“. Demnach hatte Norwegen bei den Biathleten mit dem mittlerweile zurückgetretenen Henrik L’Abee-Lund nur einen Athleten, der diese benutzt habe. (pia)

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