• Ex-HSV-Chefscout Johannes Spors (M.) gibt den Ton bei Vitesse Arnheim an.
  • Foto: imago images

Karriere-Sprung: Beim HSV nicht mehr gewollt – jetzt jagt er in Holland Ajax

Beim HSV war im Sommer 2019 kein Platz mehr für Johannes Spors. Der 38-Jährige, der knapp eineinhalb Jahre Kaderplaner für die Hamburger war, löste seinen Vertrag auf. Seit März ist Spors nun Sportdirektor beim niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim – und das höchst erfolgreich! 

Nach acht Spieltagen steht Vitesse punktgleich mit Spitzenklub Ajax Amsterdam auf dem zweiten Rang, hat sieben Spiele gewonnen.  

Johannes Spors: Beim HSV nicht mehr gewollt, jetzt jagt er mit Vitesse Arnheim Ajax Amsterdam

„Wir hatten eine richtig gute Vorbereitung. Dass es dann direkt so gut läuft, konnte aber keiner ahnen“, erklärt Spors im Gespräch mit der MOPO und berichtet: „Wir haben kurze Wege, gute Strukturen, sind ein moderner, innovativer Verein.“

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Nach dem Aus beim HSV reizte Spors die Aufgabe in der ersten Reihe. „In den Niederlanden hat man als Sportdirektor alle sportlichen Kompetenzen. Das ist das, was ich wollte, was ich gesucht habe.“ 

Vitesse mit deutschem Trainer vorne dabei

Ein Schachzug, der bislang voll aufging. Zusammen mit dem deutschen Trainer Thomas Letsch (52) begeistert die junge Mannschaft in der Eredivisie. „Ich genieße das schon sehr. Nach der Aufgabe beim HSV wollte als nächstes mehr Verantwortung, selber etwas aufbauen, den nächsten Schritt machen.“

Die weltweite Pandemie machte die Saisonplanung nicht einfacher, zudem auch das Geld in Arnheim nicht locker sitzt. „Wir haben im Sommer keinen Euro in die Hand genommen“, sagt Spors, der auch gerne mal selber einspringt, wenn es brenzlig wird.

Sportvorstand Ralf Becker (l.) mit Kaderplaner Johannes Spors.

Beim HSV arbeitete Spors (r.) unter anderem unter Ralf Becker.

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WITTERS

So geschehen am zweiten Spieltag. „Unser gesamtes Trainerteam war positiv getestet worden. Da musste ich dann für ein Spiel als Cheftrainer einspringen.“ Am Ende gab’s ein 2:0 gegen Sparta Rotterdam.  „Seit drei Wochen hatten wir keinen positiven Test mehr.“

Spors will mit Arnheim nach Europa

Die Ziele sind klar definiert. „Wir wollen nach Europa. Das trauen wir uns zu“, sagt Spors, der auch noch ein Auge auf Hamburg hat. „Ich sehe die guten Ergebnisse beim HSV natürlich – und freue mich darüber.“

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