• Palmeiras-Profi Breno Lopes sprang nach seinem entscheidendem Finaltor ohne Schutzmaske in die Arme der Fans, die ebenfalls keinen Mund-Nasen-Schutz trugen. 
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Im Corona-Hotspot Rio: Mit Fans ohne Masken: Dieser Kuschel-Torjubel schockiert

Was für ein gedankenloser Torjubel in diesen Zeiten. Als „Joker“ Breno Lopes sich nach seinem K.o.-Schlag in der neunten Minute der Nachspielzeit hemmungslos in die Arme der Fans ohne Schutzmasken warf, inmitten eines tödlichen Virus, live in 191 Ländern übertragen, bekam der Slogan des rein brasilianischen Libertadores-Cup-Finales ungewollt einen anderen Sinn.

„Una final del otro mundo“, posaunte Südamerikas Fußballverband CONMEBOL hinaus. Das Finale aus einer anderen Welt. Das Derby am Samstag im Maracana im Corona-Hotspot Rio de Janeiro war entgegen des Versprechens langweilig, niveauarm und hinterließ am Ende des 1:0-Erfolgs von SE Palmeiras aus Sao Paulo gegen den benachbarten Rivalen FC Santos einen faden Beigeschmack.

Torjubel von Palmeiras-Profi Breno Lopes wirft Fragen auf

Bei aller Isolation der beiden Finalisten: Der intime Kontakt mit den 2500 zugelassenen Fans wirft Zweifel auf. Weil der für die geladenen Gäste 96 Stunden vor Anpfiff vorgeschriebene PCR-Test, der Corona-Erreger nachweist, die letzten drei Tage vor dem „Gran Final“, angesichts aller Freiheiten im Finalort, nicht misst.

Dennoch plant Palmeiras den Flug nach Katar, wo Südamerikas Champion am kommenden Sonntag (7. Februar) im Halbfinale der Klub-WM auf den Sieger des Viertelfinales zwischen Tigres/Mexiko und Ulsan/Südkorea trifft. Aber der Blick ist auf das Endspiel am 11. Februar und das mögliche Duell mit Europas Triumphator Bayern München gerichtet, der es im Halbfinale mit Afrikameister Al Ahly oder Gastgeber Al Duhail zu tun bekommt.

Klub-WM: Einreise von Palmeiras könnte für Probleme sorgen

Nur einer schien bei der wilden Siegerparty an die Folgen zu denken. „Ich halte mich mit dem Feiern unter den Fans zurück. Es sind zu viele hier, und ich habe mich noch nicht mit COVID-19 angesteckt“, bekannte Palmeiras-Torhüter Weverton und erinnerte: „Wir haben eine Klub-WM in der kommenden Woche.“

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Und so reist ein Team aus einem Land an, in dem gerade einmal ein Prozent der Bevölkerung – Stand Samstag – geimpft ist. In dem eine Coronavirus-Mutation im Amazonas-Gebiet für Schrecken sorgt, weshalb viele Länder schon ein Einreiseverbot für ganz Brasilien ausgaben. (mp/sid)

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