Tim Walter am Dienstag beim HSV-Training
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„Eigentlich nur ein Dreck-Platz“: So denkt Walter über seine KSC-Zeit

Für HSV-Trainer Tim Walter gehen die Wochen des Wiedersehens munter weiter. Nach dem 1:1 gegen Holstein Kiel, wo er seine Profitrainer-Karriere 2018 begonnen hatte, geht es für seine Mannschaft am Samstag zum Karlsruher SC. Mit der Stadt in Nordbaden verbindet den 45-Jährigen nicht nur die sportliche Vergangenheit.

In Durlach, dem größten Stadtteil von Karlsruhe,  ist der HSV-Trainer aufgewachsen. Als Jugendspieler kickte Walter für den KSC, später arbeitete er als Jugendtrainer am Wildpark. Eine Zeit, an die sich Walter gerne zurückerinnert. „Man konnte aus wenig viel machen. Es war eine familiäre Atmosphäre“, sagt der HSV-Trainer und führt aus: „Das war das Entscheidende, um sich selber entwickeln zu können. Man konnte ruhig arbeiten.“

HSV-Trainer Walter erinnert sich: „In Karlsruhe konnte man ruhig arbeiten“

Und das, obwohl die infrastrukturellen Rahmenbedingungen nicht immer die besten waren. „Wir hatten einen oder zwei Kunstrasenplätze. Davor war ein Rasenplatz, der hatte überhaupt keine Maße. Das war eigentlich nur ein Dreck-Platz“, erinnert sich Walter mit einem Lachen auf den Lippen an seine Anfangszeit.

Besondere Verbindungen zum KSC, den er 2015 in Richtung München verließ, sind nicht geblieben, wohl aber nach Karlsruhe. Sein bester Freund und sein Bruder leben dort, sein Vater wohnt in der Nähe und wird beim Duell am Samstagabend im Stadion dabei sein. Dass der Stadionumbau in Karlsruhe, der im kommenden Frühjahr beendet sein soll, endlich vorangeht, freut den Hamburger Coach. 

HSV in Karlsruhe: Der Vater von Trainer Walter ist im Stadion dabei

„Die bauen seit 15 Jahren“, sagt er mit einem Lachen. „Wir haben das schon angestoßen, da war das noch nicht mal in der Schwebe. Wir haben gelächelt und gesagt: Bis das fertig ist, sind wir nicht mehr da. Jetzt komme ich zurück und jetzt ist es vielleicht irgendwann fertig.“ 

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Gastgeschenke will Walter nach dem enttäuschenden Remis gegen Holstein Kiel natürlich nicht verteilen. Der KSC hat drei der letzten fünf Ligaspiele verloren, ist nach einem starken Saisonstart bis auf Rang neun zurückgefallen, drei Punkte hinter dem HSV. Ein Sieg in des Trainers alter Heimat ließe die Hamburger oben andocken und den Puffer auf das Mittelfeld ein wenig anwachsen. Es könnte ein Aufbruch sein – auch für Walter. Zurück in die Zukunft.

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