Jarolim
  • David Jarolim glaubt an den HSV-Aufstieg.
  • Foto: WITTERS

paidHSV-Legende Jarolim: „Das ist Gold wert” im Aufstiegs-Kampf

Heißer war es noch nie. Mit den beiden Hamburger Vereinen HSV und St. Pauli sowie Darmstadt, Bremen, Schalke und Heidenheim kämpfen sechs Teams ernsthaft um den Aufstieg. Wer schafft’s? Die MOPO fragte jeweils eine Vereins-Legende aller sechs Klubs.

David Jarolim (42, bestritt von 2003 bis 2012 insgesamt 344 Pflichtspiele für den HSV): „Ich war mir schon in der Winterpause recht sicher und werde jetzt bestätigt: Für mich steigen Werder und der HSV gemeinsam in die Bundesliga auf, St. Pauli wird Dritter. Toll wäre es, wenn dann alle drei hochgehen. Ich sehe diese drei auch im Vorteil gegenüber Schalke, denen aus meiner Sicht die Konstanz fehlt. Für den HSV könnte es entscheidend sein, dass er mit Robert Glatzel jetzt einen Mann hat, der gut und zuverlässig trifft. Das ist Gold wert.“


MOPO

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imago/Beautiful Sports Dietmar Demuth
Dietmar Demuth
Dietmar Demuth

Dietmar Demuth (67, war lange selbst Kiezkicker und führte St. Pauli 2001 als Trainer in die Bundesliga): „Wenn man die letzten Wochen sieht, muss man sagen, dass die drei Dinos gerade Fahrt aufnehmen. Aber richtig Fahrt! Aus meiner Sicht haben Werder, der HSV und Schalke die größten Chancen, das gilt auch für die Relegation, in die einer einziehen muss. Aber die Saison ist noch lang. St. Pauli etwa hat auch noch alle Chancen. Jetzt gerade eine Krise zu haben, bedeutet ja auch, dass noch viel Zeit bleibt, diese wieder wegzustecken. Am Ende wird es auch eine Rolle spielen, wie viele Corona-Ausfälle die Vereine zu beklagen haben.“

Serdar Dursun sieht Bremen und Schalke im Vorteil

WITTERS Zweitliga-Torschützenkönig Serdar Dursun
Zweitliga-Torschützenkönig Serdar Dursun
Zweitliga-Torschützenkönig Serdar Dursun

Serdar Dursun (30, spielt bei Fenerbahce Istanbul und wurde vergangene Saison für Darmstadt Torschützenkönig der Zweiten Liga): „Für mich ist die Sache relativ klar: Werder wird Erster und Schalke steigt als Zweiter auf. Der dritte Platz geht an den HSV, der es dann ja noch in der Relegation schaffen kann. Wenn ich es mir wünschen könnte, würden allerdings meine beiden Hamburger Vereine und mein Ex-Klub Darmstadt die ersten drei Plätze belegen. Vielleicht geht mein Wunsch ja in Erfüllung …“

imago images/Eibner Marc Schnatterer
Marc Schnatterer
Marc Schnatterer

Marc Schnatterer (36, bestritt 457 Pflichtspiele für Heidenheim und wechselte vor der Saison zu Waldhof Mannheim): „Die Bremer sind zurzeit in einer Form, die sie zum Topfavoriten machen. Dazu sehe ich Schalke und den HSV vorn – einer wird in die Relegation müssen. Das ist zurzeit meine Tendenz, aber es ist brutal schwer. St. Pauli hat sicher gute Chancen, wenn sie schnell aus ihrem Loch herausfinden sollten. Darmstadt hat auch Charme. Und meine Heidenheimer muss man immer auf dem Zettel haben. Ich denke, sie werden ein gewichtiges Wort um Platz drei mitsprechen.“

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picture alliance/dpa Uli Borowka absolvierte insgesamt 388 Bundesligaspiele.
Borowka
Uli Borowka absolvierte insgesamt 388 Bundesligaspiele.

Uli Borowka (57, war je zwei Mal Meister und Pokalsieger mit Werder, dazu 1992 Europacupsieger der Pokalsieger): „Ich gehe davon aus, dass Werder und Schalke direkt aufsteigen und der HSV die Relegation erreicht – und dann auch aufsteigt. Diese Drei gemeinsam zurück in der Bundesliga, das hätte doch was. Aber es ist sehr offen. St. Pauli war in der Hinrunde total dominant und bekommt jetzt gerade richtig Probleme. Und wie Darmstadt so ein 0:5 gegen den HSV verdaut, bleibt auch abzuwarten. Meine Tendenz: Die großen Drei gehen gemeinsam hoch.“

Olaf Thon glaubt an Werder und den HSV, Schalke sieht er in der Relegation

imago/RHR-Foto Olaf Thon
Olaf Thon
Olaf Thon

Olaf Thon (55, Weltmeister von 1990, absolvierte 384 Pflichtspiele für Schalke 04): „Diese Liga ist unberechenbar. Vor drei Wochen haben noch alle gesagt, dass St. Pauli aufsteigt und nun haben die richtig Probleme. Momentan sehe ich einen großen Topfavoriten – das ist, gemessen an der Form und Entwicklung, Werder Bremen. Ich könnte mir vorstellen, dass am Ende die großen Drei vorn stehen. Werder, der HSV und Schalke, vielleicht auch in der Reihenfolge. Aber grundsätzlich können aus meiner Sicht noch zehn Mannschaften aufsteigen. Wer jetzt eine Serie startet, kann durchaus noch von weiter unten nach oben hochschießen.“