HSV-Heimspiel
  • In Heimspielen herrschte beim HSV zuletzt oft Frust.
  • Foto: WITTERS

Wende im Wohnzimmer? HSV steht vor den Wochen der Wahrheit

Nach dem frustrierenden Trip nach Karlsruhe (1:1) war beim HSV erst einmal durchatmen angesagt. Zwei freie Tage spendierte Tim Walter seiner Mannschaft, seinen 46. Geburtstag beging der Trainer am Montag in seiner Münchner Heimat. Ab heute wird im Volkspark wieder geackert. Dabei soll der Grundstein für den Jahresendspurt gelegt werden – der findet vor allem im eigenen Wohnzimmer statt.

Fünf Ligaspiele stehen in diesem Jahr noch auf dem Plan, vier davon finden im Volksparkstadion statt. Den Anfang macht der Heimspiel-Doppelpack gegen Regensburg (20.11.) und Ingolstadt (28.11.), anschließend geht es nach Hannover zu 96 (5.12.). Das Kalenderjahr 2021 schließen die Hamburger mit Heimspielen gegen Hansa Rostock (12.12.) und dem Rückrundenauftakt gegen den FC Schalke 04 (18.12.) ab.


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Reisestress adé – aber ist der Heimvorteil für den HSV überhaupt ein solcher? Von sechs Partien im Volksparkstadion gewannen die Rothosen bislang ein einziges, 2:1 gegen den SV Sandhausen. Fünf Remis trübten die Fanrückkehr ins Stadion merklich. Knapp 40.000 Zuschauer:innen waren es gegen Düsseldorf (1:1) und Kiel (1:1), beide Partien wurden von unschönen Nebengeräuschen begleitet. Da waren die rassistischen Beleidigungen gegen Khaled Narey im Fortuna-Spiel, zudem häuften sich in beiden Begegnungen die Becherwürfe. Nach dem Spiel gegen Holstein gab es für die HSV-Profis zudem ein Pfeifkonzert.

HSV im Volkspark meist Remis

So richtig rund lief es im Volkspark bislang nicht, obwohl die Rahmenbedingungen passten. Das Entscheidende, das Sportliche hingegen, bislang eher weniger. Und genau das könnte sich auch auf die Ticketverkäufe niederschlagen.

Ob es in den kommenden Heimspielen wieder so viele Zuschauer:innen werden, scheint sehr fraglich. Seit gestern läuft der Vorverkauf für Mitglieder. Regensburg ist aber trotz seiner starken Saison kein Publikumsmagnet, Aufsteiger Ingolstadt noch weniger. Gut möglich also, dass deutlich mehr Sitze frei bleiben als zuletzt. Der HSV wird um seine Fans kämpfen müssen. Ansonsten droht es ein ungemütlicher Herbst zu werden.

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Den Schlüssel für ein entspanntes Weihnachtsfest haben die Hamburger in der Hand – dafür muss der Schalter aber umgelegt werden. Ab Dienstag soll in der Länderspielpause der Grundstein für die Wochen der Wahrheit gelegt werden. Und das – wo sollte es anders sein – im Volkspark.

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