Ex-HSV-Trainer und -Spieler Felix Magath muss mit der Hertha in die Relegation.
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Drama in der Bundesliga! Jetzt zittert Magath vor dem HSV

Kaum war der Abpfiff erklungen, da marschierte Felix Magath mit gesenktem Kopf und rauer Miene in die Katakomben des Dortmunder Signal Iduna Parks. In einem packenden Bundesliga-Finale hat der VfB Stuttgart kurz vor Schluss Hertha BSC von Platz 15 gestoßen. Während bei den Schwaben sämtliche Dämme brachen, steht damit fest: Sichert sich der HSV im abschließenden Zweitliga-Saisonspiel gegen Hansa Rostock am Sonntag (15.30 Uhr/Liveticker auf MOPO.de) die Relegation, würde er auf die „Alte Dame“ treffen.

Magath hatte es schon vor Wochen befürchtet. „Als ich diesen Job übernommen habe, war ich sicher, dass wir in der Relegation gegen den HSV spielen. Darauf arbeite ich nicht hin. Aber es würde mich auch nicht überraschen, wenn es zu dieser Konstellation käme“ – das sagte der Hertha-Coach am 30. April. Also vor zwei Wochen, als der HSV den Aufstieg noch längst nicht wieder in der eigenen Hand hielt.

HSV würde in der Relegation auf Hertha BSC treffen

Nach dem Berliner 1:2 gegen Mainz in der vergangenen Woche legte der 68-Jährige nach. Das Endspiel gegen den HSV sei „von Anfang an“ sein Gefühl gewesen, untermauerte Magath. „Je näher man dahin kommt, desto deutlicher wird diese Partie.“ Sieben Tage später ist sicher: Er könnte tatsächlich Recht behalten. Dabei hatte erst alles anders ausgesehen. Mit drei Punkten Vorsprung vor Stuttgart ging die Hertha in den letzten Spieltag – und gegen den BVB nach 18 Minuten tatsächlich in Führung, Ishak Belfodil traf per Elfmeter.


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Schon ein Punkt hätte Magaths Team definitiv zum Klassen-Verbleib gereicht, doch das Bundesliga-Finale nahm einen dramatischen Verlauf. Die BVB-Stars Erling Haaland (68.) und Yousouffa Moukoko (84.) drehten die Partie zuungunsten der Hertha, die Sorgenfalten auf der Stirn von Magath wurden größer, noch aber sah es nach Platz 15 aus.

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Doch dann das: Beim Stand von 1:1 zwischen Stuttgart und dem 1. FC Köln erzwang VfB-Kapitän Wataru Endo in der Nachspielzeit das Siegtor für die Schwaben. Ekstase in Stuttgart, die durch das bessere Torverhältnis zum lachenden Sieger eines packenden Bundesliga-Krimis wurden. Und Tränen bei der Hertha.

Spielt der HSV ausgerechnet gegen Felix Magath?

Ausgerechnet, könnte man im Volkspark sagen, ausgerechnet auf Magath würde man jetzt in der Relegation also treffen. Auf den Mann, der den HSV 1983 mit seinem Siegtor gegen Juve zum wohl größten Erfolg seiner Geschichte schoss: dem als Europapokalsieger der Landesmeister. Jetzt könnte er, Felix Magath, der für den HSV 69-mal an der Seitenlinie stand, 388-mal selbst spielte und 63 Tore erzielte, seinen Ex-Klub in eine fünfte Zweitliga-Runde schicken – oder aber eben am HSV scheitern.

Das wäre dann wohl der Super-GAU seiner Mission Klassenerhalt in Berlin, deren Erfüllung so kurz bevorstand. „Jetzt haben wir zweimal die Chance zu zeigen, dass wir ein Erstligist sind“, konstatierte Magath, als er sich leicht besonnen hatte. „Ich kann mich jetzt aufregen oder das einfach abhaken – zu Letzterem neige ich. Das ist nicht der Worst Case, sondern wir haben ja von Platz 17 aus den direkten Abstieg vermeiden können.“

Die Hamburger Legende blieb „zuversichtlich“, denn seine Mannschaft habe sich gegen den BVB „als Bundesligist“ präsentiert. „Sollten wir diese Leistung von heute wiederholen, haben wir gute Aussichten, in der Bundesliga zu blieben.“ Die Buchstaben „HSV“ nahm er dabei noch nicht in den Mund.

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