Herthas Trainer Felix Magath
  • Herthas Trainer Felix Magath brachte sich vor dem Relegations-Hinspiel gegen den HSV schon mal mächtig in Stimmung.
  • Foto: WITTERS

Vor der Relegation: Magath schießt Giftpfeile auf den HSV

Dieses Spiel zieht jeden in den Bann, der sich in Deutschland für Fußball interessiert. Mit einem guten Resultat im Relegations-Hinspiel (Donnerstag, 20.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) will der HSV bei Hertha BSC die Weichen zum Aufstieg stellen und kommenden Montag dann Richtung Bundesliga durchstarten. Es knistert! Während der Herausforderer mit breiter Brust in die Hauptstadt reiste, machten sich die Berliner mit Hilfe kleiner Psycho-Spielchen Mut.

Sie wollen ihren Weg einfach weitergehen, das machte HSV-Trainer Tim Walter am Mittwoch vor der Abreise noch einmal deutlich. Kurz und entschlossen sprach der 46-Jährige nach der Abschlusseinheit zu seinen Profis, die aufmerksam lauschten und seine Worte dann mit Applaus bedachten. Eine Entschlossenheit, die den HSV auch in Berlin tragen soll.


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Der HSV bei der Hertha. Ein Duell der beiden größten deutschen Städte, das am Tag vor dem Anpfiff noch eine zusätzliche Würze erhielt. Denn während Walter und der HSV zurzeit genau wissen, wo sie stehen, hat sich in Berlin pure Unsicherheit breit gemacht. Felix Magath aber versuchte vor dem Anpfiff, den Spieß umzudrehen – und redete den von ihm eigentlich heiß geliebten HSV plötzlich klein.

Magath redet den HSV und dessen Erfolgsserie klein

Die Giftpfeile flogen direkt aus dem Hertha-Trainingslager im brandenburgischen Kienbaum in den Volkspark herüber. „Natürlich hat der HSV die letzten vier Spiele gewonnen“, erklärte Magath, vergaß dabei, dass es sogar fünf Siege waren und legte dann los. Man müsse sich die besiegten Gegner mal anschauen. „Regensburg, Hannover, Rostock und Ingolstadt, vier Vereine, die näher am Abstieg waren als am Aufstieg. Von daher muss man die Dinge auch richtig einordnen.“ Magaths Urteil: „Man kann sich das auch schönreden und sagen: Wir haben vier Spiele gewonnen. Aber ich sage halt: Gucken wir mal, wer da die Gegner waren. Und dann relativieren sich die Siege schon etwas.“

Ob der Versuch des 68-Jährigen, sein Team stark zu reden, indem er den HSV bewusst klein macht, fruchtet, wird sich zeigen. In Hamburg sehen sie die Dinge naturgemäß anders. „Wir sind obenauf, bei Hertha ist es wahrscheinlich das komplette Gegenteil“, behauptete Kapitän Sebastian Schonlau zum Wochenstart.

Der HSV will in der Relegation das Momentum nutzen

Nutzt der HSV das psychologisch so wichtige Momentum? Oder setzt sich am Ende die  fußballerische Klasse der Hertha durch?

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An Unterstützung wird es Walters Team in der Hauptstadt nicht mangeln. Bis zu 20.000 HSV-Fans werden im mit knapp 75.000 Besuchern gefüllten Olympiastadion erwartet und gehen mit einer ganz anderen Gefühlslage in die Partie als der gebeutelte Hertha-Anhang. Der ist obendrein stinkesauer, dass ihr Verein den Hamburgern bei der schlecht koordinierten Ticket-Verteilung Tür und Tor öffnete.

Relegations-Rückspiel beim HSV ist bereits ausverkauft

So oder so: Ganz ohne Druck reiste der HSV natürlich nicht nach Berlin. Er braucht ein Resultat, mit dem sich arbeiten lässt, um die Euphorie bis zum Rückspiel zu transportieren. Die ist schier grenzenlos. 20 Minuten nach dem Beginn des gestrigen Vorverkaufs war der Volkspark bereits ausverkauft, alle 57.000 Tickets sind weg. Jeder will dabei sein, wenn der HSV am Montag Geschichte schreiben kann. Die Vorarbeit dazu muss er in Berlin liefern.

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