Robert Glatzel
  • Robert Glatzel köpft beim Training.
  • Foto: WITTERS

Auffälliges Training: Hat HSV-Trainer Walter Nürnbergs Schwachstelle erkannt?

Sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen haben den HSV wieder an die Spitze der Zweiten Liga herangeführt. Vor allem der Derbysieg in Bremen (2:0) soll dem Team von Trainer Tim Walter Flügel verleihen – um auch am Sonntag (13.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) gegen den noch ungeschlagenen 1. FC Nürnberg wieder in der Luft zuzuschlagen.

Sie trugen die Euphorie in dieser Woche mit sich. Auch Tage nach dem Triumph an der Weser wirkt der so wichtige Prestige-Erfolg beim HSV merklich nach, das Aufatmen im Volkspark war überdeutlich hörbar. Sie können es also doch noch, auch in den ganz wichtigen Spielen, so die Botschaft. Und doch soll das alles nur der Anfang gewesen sein. 


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Setzt der HSV gegen Nürnberg den nächsten Schritt in Richtung Spitze? Sollte die Konkurrenz mitspielen, wäre nach diesem Wochenende  erstmals in dieser Saison sogar der Sprung auf einen direkten Aufstiegsplatz möglich. In jedem Fall aber würde der HSV sein Selbstverständnis, das Walter schon am Freitag sehr deutlich äußerte, weiter stärken: „Es ist ganz klar, dass wir gewinnen wollen. Wir wissen, dass Nürnberg eine Herausforderung ist, trotzdem kennen wir unsere Stärken.“

HSV-Trainer Walter gibt sich selbstbewusst

Selbstbewusste Töne, die man in dieser Klarheit lange nicht mehr im Volkspark hörte. Walter ist fest davon  überzeugt, dass die Mechanismen immer besser greifen. Und der 45-Jährige hat auch für Nürnberg einen klaren Plan.

Bereits in Bremen fruchteten Walters taktische Vorgaben sofort. Da attackierte der HSV Werder von Beginn an, schockte die Hausherren mit dem frühen 1:0 nach 80 Sekunden. Beide Treffer zum Sieg (durch Robert Glatzel und Moritz Heyer) wurden per Kopf erzielt. Das könnte auch gegen Nürnberg ein Rezept sein. Auffällig, wie intensiv Walter am Freitag im Training Torabschlüsse per Kopf üben ließ. Hat Hamburgs Coach da beim kommenden Gegner Schwächen ausgemacht?

Dem HSV fehlt gegen Nürnberg Kapitän Schonlau

Walter sucht ein neues Goldköpfchen. Vor allem aber setzen sie beim HSV auch darauf, dass die Profis nach dem Aufwärtstrend der vergangenen Wochen noch befreiter aufspielen. „Das späte Siegtor gegen Sandhausen hat uns viel Euphorie gegeben und uns getragen“, erinnert sich Tim Leibold, der am Sonntag den gesperrten Sebastian Schonlau als Kapitän vertreten wird. „Die Erlebnisse in Bremen können uns nun ebenfalls wieder tragen.“

Einen Positivlauf nennt man so etwas. Mit Glück und Geschick hat der HSV in den vergangenen Partien die Gunst der Stunde genutzt und sich oben herangepirscht. Nun muss er zugreifen: Nach Nürnberg warten die Partien bei Kellerkind Aue (1.10.) und das Heimspiel gegen Düsseldorf (16.10.). Verlockende Aussichten. 

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