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Ludovit Reis im HSV-Trikot
  • Ludovit Reis wechselte 2021 in den Volkspark und machte bislang 101 Spiele (18 Tore) für den HSV.
  • Foto: IMAGO / Ulrich Hufnagel

Nach Glatzel: Auch bei HSV-Leader Reis gibt es eine erste Entscheidung

So langsam kommt Bewegung in die Kaderplanung beim HSV. Am Samstagmittag wurde bekanntgegeben, dass Robert Glatzel seine Ausstiegsklausel im Vertrag ungenutzt lässt und in Hamburg bleibt. Wenige Stunden später stand fest, dass auch Ludovit Reis den HSV nicht per Ausstiegsklausel im Vertrag verlassen wird. Die Frist ist abgelaufen. Damit steht auch bei dem Niederländer eine erste Entscheidung. Gesichert ist seine Zukunft im Volkspark deswegen aber noch nicht.

Im Sommer 2021 waren Glatzel und Reis gemeinsam zum HSV gekommen. Unter Trainer Tim Walter entwickelten sich die beiden in Hamburg schnell zu Anführern, Leistungsträgern und Publikumslieblingen. Nun ging es für das Duo um die eigene Zukunft. Bis zum 15. Juni hätten beide den HSV per Ausstiegsklausel im Vertrag verlassen können. Genutzt wurde die Option nicht.

Von Glatzel gab es dazu ein klares Bekenntnis zum HSV. Vom Reis war am Tag der Entscheidung nichts zu hören. Der Grund: So richtig entschieden ist die Sache bei ihm offenbar noch nicht.

Glatzel bleibt beim HSV – was macht Reis?

Dass Reis Qualitäten besitzt, die ihn auch für den einen oder anderen Erstligisten interessant machen, war vor allem in seiner zweiten Saison in Hamburg zu sehen. Für neun Tore und fünf Vorlagen hatte er da in 33 Liga-Spielen gesorgt. Als Belohnung gab es für den „Aggressive Leader“ eine Vertragsverlängerung und die Ernennung zum Vizekapitän.

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Sein Marktwert schoss auf sechs Millionen Euro nach oben. Passend dazu wurde in seinen Vertrag eine Ausstiegsklausel verankert. Für rund sechs Millionen Euro hätte er den HSV nun verlassen können. Ein entsprechendes Angebot gab es jedoch nicht. Zu wechselhaft war für ihn die abgelaufene Spielzeit.

Schulterverletzung wirft Reis komplett aus der Bahn

Direkt zu Beginn der zurückliegenden Saison hatte sich Reis eine Schulterverletzung zugezogen. Mehrere Monate musste er aussetzen. Drei Tore bei 25 Einsätzen standen am Ende in seiner Statistik. Zudem hatte er unter Walter-Nachfolger Steffen Baumgart seinen Stammplatz im Mittelfeld verloren. Er musste mehrfach als Rechtsverteidiger aushelfen, um überhaupt zum Einsatz zu kommen.

Dass nun kein Verein bereit war, sechs Millionen Euro für ihn als Ablösesumme zu zahlen, kam nicht wirklich überraschend. Laut transfermarkt.de liegt der Marktwert des 24-Jährigen aktuell auch „nur“ noch bei 4,5 Millionen Euro.

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Abgehakt ist das Wechsel-Thema damit allerdings kaum. Reis wird aller Voraussicht nach zwar zum Start in die Saisonvorbereitung Anfang Juli beim HSV dabei sein. Die dann folgenden Wochen wird er jedoch sehr genau beobachten. Wie und wo plant Baumgart mit ihm? Was sagt der neue Sportvorstand Stefan Kuntz? Reis braucht eine klare Perspektive.

Gibt es die nicht, bleibt ein Abgang auch ohne Ausstiegsklausel im Vertrag eine Option für diesen Sommer. Der Preis dürfte dann allerdings weit weniger als sechs Millionen Euro betragen.  

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