HSV Jubel gegen Düsseldorf
  • Der HSV ist nach dem 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf obenauf.
  • Foto: WITTERS

„Mehr geht nicht!“ Der HSV ist zurück an der Spitze

Da ist er wieder, der Platz an der Sonne – behält der HSV ihn diesmal länger als 17 Stunden? Das 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf, der vierte Dreier in Folge und schon der sechste Saisonsieg ohne Gegentor, schob den HSV am späten Samstagabend (vorübergehend) wieder an die Tabellenspitze. Und war die Folge eines abermals reifen Auftritts, den Robert Glatzel (21.) und Bakery Jatta (90.) mit ihren Toren vergoldeten.

Als es geschafft war, bekamen die HSV-Fans im mit 49.616 Zuschauern gefüllten Volkspark das, was Stadionsprecher Christian Stübinger ihnen vor dem Spiel versprochen hatte: den Neil-Diamond-Klassiker „Sweet Caroline“. Der zufriedene Anhang stimmte lauthals ein, die HSV-Profis hüpften und strahlten – so hatten sie sich ihren Samstagabend vor der Länderspielpause vorgestellt.

HSV ist gegen Düsseldorf von Beginn an wach

Anders als zuletzt gegen den KSC (1:0) und in Kiel (3:2) hatte der HSV die Anfangsphase nicht verschlafen – sondern war sofort voll da. Laszlo Bénes, der anstelle des zuletzt glücklosen Sonny Kittel beginnen durfte, setzte nicht nur von der Mittellinie zum Solo an, sondern mit seinem 20-Meter-Schuss an die Latte auch das erste Ausrufezeichen (2.). Auch das zweite gehörte dem Slowaken, als er nach einer Flanke von Jean-Luc Dompé erneut nur den Querbalken traf (8.). Wenige Sekunden später hatte auch Glatzel seine erste Chance, doch sein Kopfball landete in den Armen von Florian Kastenmeier.


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Eine wilde und vom HSV dominierte Anfangsphase, die sich zu beruhigen schien – bis Glatzel dann doch traf. Einen starken langen Ball von Mario Vuskovic nahm Jatta ebenso stark per Oberschenkel mit, fand in der Mitte seinen Sturmpartner – und Glatzel musste nur noch einschieben, das verdiente 1:0 (21.). Die Fortuna war gut damit bedient, dass es zunächst bei diesem Resultat blieb.

Vor der Pause trifft nur HSV-Stürmer Robert Glatzel

Eine scharfe Flanke von Nicolas Gavory, die in der Mitte keinen Abnehmer fand – mehr offensiv Nennenswertes gab es aufseiten der Gäste in Durchgang eins nicht. Dafür aber umso mehr vom HSV. Sebastian Schonlau versuchte es noch mal per Kopf (41.) – und zwar nach abermaliger Flanke von Dompé. Dass der Franzose richtig Spaß an dieser Disziplin hat, zeigte er auch zwei Zeigerumdrehungen später noch mal, als er den freistehenden Jatta bediente, eben dieser allerdings seinen Meister im stark reagierenden Kastenmeier fand (44.).

Nicht der letzte gute Kopfball vor dem Pausentee, weil es auch Vuskovic nach einem Freistoß noch mal probierte (45.+1). Es war die letzte richtig gute Chance in einer stets unterhaltsamen ersten Hälfte, in der der HSV sich eigentlich nur den Vorwurf machen musste, dass er nicht höher führte.

HSV: Bakery Jatta besorgt spät die Entscheidung

Beinahe hätte sich das gerächt, der Abschluss von David Kownacki fand den Weg ins HSV-Tor. Doch der Fortuna-Stürmer hatte im Abseits gestanden (58.). Ein Weckruf, auf den Glatzel beinahe die richtige Antwort hatte – hätte er nicht zu lange gezögert (61.). Als Düsseldorf im Im Begriff war, so etwas wie eine Wende einzuleiten, hatte der HSV die Partie schon längst wieder im Griff. Das einzige, was fehlte: die Entscheidung.

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Jatta zielte zu hoch (73.), Glatzel schoss ebenfalls drüber und Königsdörfer sich selber an (beide 84.). Als Joker Kittel aus 20 Metern nur den Innenpfosten traf (88.), hatte die Fortuna ein letztes Mal richtig Fortune. Doch das Glück war in der 90. Minute aufgebraucht: Kittel flankte, Jatta köpfte am zweiten Pfosten ein – und erlöste sich, den HSV und seine Fans. „Mehr geht nicht“, sagte der Vorlagengeber und Torschütze später und strahlte.

HSV-Trainer Walter lobt die Leistung seiner Profis

„Wir waren wach und haben einfach verdient gewonnen“, so Jatta über die reife Leistung, die Tim Walter zu folgendem Fazit kommen ließ: „Wir haben von Anfang an sehr konzentriert gespielt, waren richtig gut drin. Ich bin sehr zufrieden, es war eine sehr, sehr geschlossene Mannschaftsleistung. Wir waren sehr dominant und strukturiert.“ Offensiv habe man die vielen guten Aktionen endlich in großer Zahl zum Abschluss gebracht, „das hat mir sehr gut gefallen“, freute sich der HSV-Trainer. Während man defensiv genau das gezeigt habe, „wofür wir stehen“.

Als Walter und sein Gegenüber Daniel Thioune („Es war eine mehr als verdiente Niederlage“) ihre Ausführungen beendet hatten, war von „Sweet Caroline“ längst nichts mehr zu hören. Ein süßer Nachgeschmack dieses Samstagabends blieb zur Freude des HSV aber trotzdem.

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